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Wem nutzt die neue EU-Agrarreform?

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Von Gregoire Lory
Ein Bauer steht neben Kühen auf der Internationalen Landwirtschaftsmesse (Salon de l'Agriculture) in Paris, 22. Februar 2020
Ein Bauer steht neben Kühen auf der Internationalen Landwirtschaftsmesse (Salon de l'Agriculture) in Paris, 22. Februar 2020   -   Copyright  Christophe Ena/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Der Europäische Rat, die Institution, die die Mitgliedstaaten vertritt, hat den Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU zugestimmt.

Dieser neue Haushaltsrahmen ist das Ergebnis eines Kompromisses, der Gegner und Befürworter hat.

Tijs Boelens, Biobauer aus Belgien: 

„Das geht gegen den Geist der Ökologie, des Kampfes gegen den Klimawandel und der Ernährungssicherheit für die Zukunft Europas.“

Peter Jahr (EVP), Mitglied des Europäischen Parlaments

„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Kleinbauern werden kräftig unterstützt.“

Was bedeutet die neue Reform für die Bauern?

Tijs Boelens: "Ein Großbauer in meiner Region bekommt 250.000 Euro pro Jahr. Ein mittlerer Hof mit normaler, traditioneller Familie bekommt 25.000 Euro pro Jahr.  

Peter Jahr, EU-Abgeordneter: "Die Idee ist, den Mitgliedstaaten mehr Freiheit zu geben. Und genau dies tut die Reform. Bestimmte Hürden für die Förderung von Bauernhöfen fallen weg. Auch wird es ermöglicht, Fördergeld von sogenannten großen Unternehmen an mittlere oder kleine Landwirte zu geben."

Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft mit dieser Reform aus?

Tijs Boelens, Biobauer aus Belgien

„Sie hilft nicht jüngeren Leuten, die gerade erst in der Landwirtschaft anfangen. Sie hilft auch nicht einem jungen Menschen, der den elterlichen Hof übernimmt. Was passiert ist: Wir geben Geld an die Reichen."

Peter Jahr, EU-Abgeordneter

"Die Bauern haben mehrere unternehmerische Aufgaben: Lebensmittel zu produzieren und umweltfreundlich zu sein. Das könnte der Welt helfen."

Die Agrarreform soll 2023 in Kraft treten.

Journalist • Stefan Grobe