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Brüssels Wirtschaftsprognose pessimistisch - Ukraine-Krieg entscheidender Faktor

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Von Stefan Grobe  & Ana Lazaro
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Steigende Preise an der Zapfsäule - eine der Hauptsorgen der EU-Kommission
Steigende Preise an der Zapfsäule - eine der Hauptsorgen der EU-Kommission   -   Copyright  David Zalubowski/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Weniger Wachstum, höhere Inflation. So lautet der düstere Wirtschaftsausblick der Europäischen Kommission.

Laut Brüssel wirkt sich Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterhin negativ auf die EU-Wirtschaft aus.

Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum auf dem gesamten Kontinent von 1,5 Prozent erwartet, wobei die jährliche Inflation in diesem Jahr voraussichtlich ihren Höhepunkt bei historischen 8,3 Prozent erreichen wird.

Im Gespräch mit Euronews schloss Paolo Gentiloni eine Rezession nicht aus, wenn Russland das Gas drosselt.

Selbst wenn sich die europäische Wirtschaft derzeit nicht in einer Rezession und nicht in einer Stagflation befinde, so sei es doch die Realität dieses Moments, dass ein schlechteres Szenario eintreten könnte. Wenn es natürlich zu einer vollständigen Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland kommen sollte, so werde diese widrigere Realität eintreten.

Die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie hat nun an Schwung verloren. Und die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise behindern das Wirtschaftswachstum. Ab er noch gibt es Wachstum.

Man müsse klar sagen dass Europa immer noch ein sehr moderates Wachstum erlebe, sagt Gentiloni. Deshalb werde er sich nicht an einer Art Katastrophenbeschwörung beteiligen.

Nach Ansicht der Kommission hängt die künftige wirtschaftliche Entwicklung von der Dauer des Krieges in der Ukraine ab - und von dessen Ausgang. Ein Unsicherheitsfaktor, auf den Europa praktisch keinen Einfluss hat.