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Mobilität von morgen: In einer Kapsel von Dubai nach Abu Dhabi schweben

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Mobilität von morgen: In einer Kapsel von Dubai nach Abu Dhabi schweben
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Die Metropole Dubai wächst. Damit die Stadt in Bewegung bleibt, müssen Infrastruktur und das öffentliche Verkehrsnetz ausgebaut werden. Dubai setzt dabei auf „Shared Mobility“ und grüne Transportlösungen, die bei den Bewohnern gut ankommen.

Die 2005 gegründete Dubai Roads and Transport Authority, kurz RTA, ist dasfür zuständig, für Dubais Infrastruktur der Zukunft zu entwicklen. Ihr CEO Ahmed Bedrosian erklärt: “Dubai ist eine Stadt mit etwa drei Millionen Einwohnern, wir haben jedes Jahr etwa 20 Millionen Besucher. Unsere wichtigste Aufgabe bei der RTA ist es, dafür zu sorgen, dass sich diese Menschen sicher fortbewegen können und das auf eine reibungslose und nachhaltige Weise.”

In den letzten 15 Jahren wurden die Netze der U- und Straßenbahnen, Busse, Wassertaxis und Park und Ride Services erweitert, einschließlich einer Flotte von Elektroautos. Aber das werden in naher Zukunft nicht die einzigen Fortbewegungsmittel sein.

Virgin Hyperloop One“ ist ein unterirdisches Transportsystem, bei dem Kapseln in Vakuumröhren Passagiere mit einer hohen Geschwindigkeit befördern. Hyperloop hat letzten Monat in Las Vegas Geschichte geschrieben, als die ersten Passagiere erfolgreich in solch einer Kapsel gereist sind.

In 12 Minuten in einer Kapsel von Dubai und Abu Dhabi schweben

Das Multi-Milliarden-Euro-Projekt wird die Reisezeit für Pendler zwischen Dubai und Abu Dhabi von mehr als einer Stunde auf etwa 12 Minuten verkürzen. Ein großer Teil der Investition für das Projekt kommt von DP World mit Sitz in Dubai, einem globalen Anbieter von intelligenten Logistiklösungen.

Der CEO von DP World, Sultan Ahmed bin Sulayem, erklärt, weshalb das Unternehmen in Virgin Hyperloop investiert: „Neue Technologie ist heute das Rückgrat unserer Wirtschaft. Electronic Government, Smart Government, alle diese Technologien werden genutzt, das passt zu uns. Ich bin froh und stolz, dass wir in der Lage sind, zwei Menschen pro Kabine zu befördern, die mit einer Geschwindigkeit von 172 h/km durch einen dafür gebauten Tunnel schweben.“

Die Regierung von Dubai hat den „Dubai Future Council“ für den Transport gegründet, er beschäftigt sich mit der Mobilität der Zukunft.

Ahmed Bedrosian, CEO von Dubai Public Transport Agency (RTA): “Man muss Risiken eingehen und Erster sein, wenn es darum geht, diese Art von Technologien einzusetzen. Natürlich muss es ein kalkulierbares Risiko sein. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir dazu bereit sind. Wir haben zum Beispiel 2017 den ersten Versuch mit einem autonomen Lufttaxi gemacht und gezeigt, dass Dubai eine der ersten Städte der Welt mit einem autonomen Lufttaxiservice werden will. Das andere ist die Flexibilität. Wir haben bewiesen, dass wir sehr flexibel sind. Die Entscheidungsfindung ist in unserer Stadt extrem schnell, und deshalb sind wir in der Lage, unsere Vorschriften und Richtlinien im Vergleich zu anderen Städten sehr schnell zu ändern - um diese Technologien in Zukunft einzusetzen.“

25 % autonom fahrende Verkehrsmittel bis 2030

Der Zukunftsrat von Dubai will die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und „Shared Mobility“ erhöhen und hat sich das Ziel gesetzt, dass bis 2030 25 Prozent aller Fahrten mit autonomen Verkehrsmitteln erfolgen. Auch die Straßen- und Verkehrsbehörde testet verschiedene Arten von selbstfahrenden Fahrzeugen und autonomen Lösungen. Dubai plant ein neues Schwebebahnsystem oder „Sky Pods“ einzuführen, um das Reisen in der Stadt zu revolutionieren.

Der Wunsch nach umweltfreundlicheren, sicheren und komfortablen Transportmitteln hat in den letzten Jahren zugenommen. Aber mit der Corona-Pandemie haben wir auch gesehen, wie die Popularität von eigenen Fahrzeugen wächst. Elektroroller und E-Bikes sind deshalb immer beliebter geworden. Sie sind für die Öffentlichkeit wie für Unternehmen eine gute Lösung für die sogenannte "letzte Meile" – den ersten und letzten Teil der Reise.

Adam Ridgway ist CEO von „One Moto“, ein Anbieter für Leihvehikel: „Wenn man sich den Individualverkehr anschaut, konzentrieren wir uns auf die erste und letzte Meile der Reise. Es geht um die Bequemlichkeit des Pendelns mit Rollern. Sie haben den gesundheitlichen Aspekt der E-Bikes und dann haben Sie die privaten Mopeds. Die Zukunft der Mobilität ist in meinen Augen der praktische Komfort – und wir bieten dafür die erste und letzte Meile. Wenn man aus dem Haus geht, will man wissen, dass man ein Fahrzeug hat, das man nutzen kann. Man kann schon sehen, dass die ‚Shared Mobility‘ die Zukunft sein wird.“

Die Zukunft der Mobilität heißt "Shared Mobility"

Die Gründe für die zusätzliche Mobilität sind vielschichtig. Sie wirkt sich positiv auf die Wirtschaft aus, ist besser für die Umwelt, sicherer und - die Reisezeit wird verkürzt.

DP World-CEO Sultan Ahmed bin Sulayem: “Das Schöne am Hyperloop ist, dass er innerhalb von Minuten verbindet. Die Städte expandieren, und es gibt eine Grenze, wie viele Autobahnen man bauen kann, es gibt ein Limit, wie viele Metros man bauen kann. Bei Hyperloop geht es darum, den Menschen Zeit zu verschaffen. Das Einzige, was wir auf der Welt nicht kaufen können, ist Zeit, und die Leute wollen nicht stundenlang im Verkehr feststecken. Und wenn sie aus Städten anreisen, die weit entfernt sind, dauert es lange. Hyperloop kann eine Lösung für dieses Problem sein."

Die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, verändert sich. Dubai ist bereit, sich dem Rennen um die besten Transportmittel anzuschließen, um die Stadt in Bewegung zu halten.