Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

VivaTech in Paris: Ein Blick in die Welt der Innovationen

Von Jeremy Wilks  & Sabine Sans
euronews_icons_loading
VivaTech in Paris: Ein Blick in die Welt der Innovationen
Copyright  euronews
Schriftgrösse Aa Aa

Die VivaTech in Paris gilt als Europas größtes Start-up- und Tech-Event. Dieses Jahr findet die Messe wieder mit vielen Ausstellern und Besuchern in der französischen Hauptstadt statt. Dazu gibt es viele, die online teilnehmen. Die Messe ist ein Fenster zur Welt der französischen Innovation. Thema in dieser Focus-Folge.

Bei euronews-Reporter Jeremy Wilks im Studio vor Ort ist Maurice Lévy, der Vorsitzende von Publicis und einer der Mitbegründer von VivaTech. Es ist toll, dass Messen wieder stattfinden. Wie ist es für ihn, nach der Pandemie inmitten von Menschenmassen zu sein?

"Man fühlt sich wie ein Überlebender. Als ob das Leben wieder angefangen hat", sagt Levy. "Es ist die allererste Veranstaltung, die wieder richtig stattfindet. Wenn man fast zwei Jahre damit verbracht hat, mit den Leuten per Videos zu kommunizieren , und man sieht, dass sie in Fleisch und Blut existieren, mit einem Lächeln im Gesicht, das ist wirklich ein gutes Gefühl."

Einer der langjährigen Partner von VivaTech ist der französische Luxuskonzern LVMH. Auch der Chief Information Officer Franck Le Moal, ist zu Gast im euronews-Studio: Die Pandemie hat unsere Beziehung zur Technologie verändert. Wie hat sie unser Verhältnis zu Luxusgütern verändert?

"Die Pandemie war ein unglaublicher Beschleuniger", meint Le Moal. _"Innerhalb weniger Tage mussten wir von einem komplett physischen zu einem komplett digitalen Unternehmen übergehen – wir als Luxusunternehmen mit einer langen Tradition von Handwerkern, von handwerklicher Produktion, von der Weitergabe manueller Fähigkeiten. Und dann kam auf einmal Covid, und in wenigen Tagen bzw. Wochen mussten wir diesen kompletten digitalen Wandel durchlaufen."
_

Passen Luxus und die digitale Welt zusammen?

Gibt es nicht einen Widerspruch zwischen der Welt des Luxus, in der es um exklusive Erlebnisse und Produkte geht, und der digitalen Welt, in der es darum geht, eine maximale Anzahl von Menschen zu geringen Kosten zu erreichen, will der euronews-Reporter wissen.

"Das war eine echte Debatte. Seit Jahren ist es eine Debatte, aber die Dinge ändern sich", sagt Franck Le Moal. "Die Technologie wird es uns zunehmend ermöglichen, unseren Kunden durch digitale Mittel ein personalisiertes Erlebnis zu bieten. Das erwarten unsere Kunden. Zudem können wir dank der Technologie unsere Websites und unsere Apps verbessern, um etwas Einzigartiges für unsere Kunden zu schaffen, denn das wird erwartet."

Umweltbelange stehen bei der Bewältigung dieser Pandemie ganz oben auf der Agenda der Menschen, und natürlich ist der Verkehr ein zentrales Thema dabei. Auch Clotilde Delbos ist zu Gast im euronews-Studio, die Geschäftsführerin von Mobilize, einer neuen Marke von Renault. Was steckt dahinter?

"Mobilize ist die Zukunft von Renault, denn wir sind davon überzeugt, dass sich die Welt der Mobilität verändert", sagt die Mobilize-Geschäftsführerin. "Die Menschen gehen vom Autobesitz zur Autonutzung über, und genau das will Mobilize bieten. Bei Mobilize geht um drei Dinge, wir stellen Angebote im Bereich Mobilität, Angebote im Bereich Energiedienstleistungen und im Bereich Datendienste zusammen. Und wir fügen das alles zusammen, weil das alles sehr stark miteinander verbunden ist. Mobilität muss elektrisch sein, deshalb müssen wir Elektromobilität fördern."

Batterien: Noch immer ein heikler Punkt

Thema Batterien, denn die Batterielebensdauer ist immer noch ein heikler Punkt beim Kauf eines Elektrofahrzeugs. Und was macht man mit ihnen am Ende ihrer Lebensdauer? Was passiert danach mit den Batterien? Hat Mobilize dafür eine Lösung?

"Das Gute ist, dass wir zehn Jahre Erfahrung in der Elektromobilität haben", so Delbos. "Jetzt kommen die ersten Batterien zurück und wir entdecken, was wir mit ihnen machen können. Zuerst haben wir festgestellt, dass ihr Lebenszyklus viel länger ist, als wir anfangs dachten. Und wenn sie nicht mehr gut genug sind, nicht mehr genug aufladen, nehmen wir sie aus dem Auto und geben ihnen ein zweites stationäres Leben und verwenden sie für die Bereitstellung von Energie in verschiedenen Fällen."