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InvestEU-Programm: Entwicklungsschub für Europa

Von Naomi Lloyd, Sabine Sans
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InvestEU-Programm: Entwicklungsschub für Europa
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Warum gibt es einen Mangel an Investitionen in Europa?

Einige hochinnovative Sektoren, wie z. B. die Medizintechnik, werden von Investoren oft als "riskant" angesehen und haben es schwer, Investitionen zu erhalten.

Kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere solche ohne Kredithistorie, haben oft Schwierigkeiten, Kapital zu beschaffen. Die meisten sind auf eine Finanzierung durch Banken angewiesen.

Auch die Covid-Pandemie hat Investitionen gebremst. Eine Umfrage der Europäischen Investitionsbank (EIB) ergab, dass 45 Prozent der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass sie in der Zeit nach der Pandemie weniger investieren werden, insbesondere in Innovationen.

Welche Ziele hat InvestEU?

Über InvestEU bietet die Europäische Kommission eine Garantie in Höhe von 26 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt und 7 Milliarden Euro von Partnerbanken an, um mehr Investitionen freizusetzen und Investoren zu ermutigen, mehr Projekte zu finanzieren.

Die Kommission arbeitet mit der Europäischen Investitionsbank als Hauptpartner sowie mit anderen nationalen Förderbanken und internationalen Finanzinstitutionen zusammen. Sie ermöglicht ihnen die Finanzierung von Vorhaben, die risikoreicher sind als ihre durchschnittlichen Investitionen.

Es wird erwartet, dass InvestEU rund 370 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Finanzierungen freisetzen wird.

Wofür werden die Mittel von InvestEU ausgegeben?

Die Gelder werden in Projekte fließen, die zu Innovation und Digitalisierung beitragen, kleine und mittlere Unternehmen unterstützen - insbesondere solche, die von der Covid-Krise hart getroffen wurden, die soziale Inklusion fördern und nachhaltige Infrastrukturen vorantreiben

Außerdem müssen mindestens 30 Prozent aller Investitionen dazu beitragen, ein grüneres Europa zu schaffen.

InvestEU folgt auf den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), bekannt als Juncker-Plan. Der EFSI hat erfolgreich zusätzliche Investitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro ermöglicht und mehr als 1,4 Millionen Arbeitsplätze geschaffen.