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Der Menge auf der Spur: Amsterdams Wege in die Zukunft

Von Paul Hackett
Der Menge auf der Spur: Amsterdams Wege in die Zukunft
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Amsterdam erprobt derzeit eine Technologie zur Überwachung von Menschenmengen, um die große Anzahl von Menschen, die häufig die Stadt bevölkern, besser zu steuern. Die intelligente Technologie wird derzeit an zwei Orten eingesetzt: im Johan-Cruyff-Stadion und in einem beliebten Freibad in der Nähe des Stadtzentrums, dem Marineterrein. Kameras, Sensoren und ein Algorithmus, der auf künstlicher Inelligenz beruht, ermitteln, wie viele Menschen sich in der Nähe aufhalten. Im Marineterrein können Schwimmer, die nicht gefilmt werden wollen, einen Knopf drücken, um eine Klappe zu aktivieren, die die Kamera für 15 Minuten verschließt. Außerdem wurden eine Smartphone-App sowie Bildschirme vor Ort entwickelt, die über die Besucherdichte informieren. Business Planet hat sich das Konzept von Rachel Tienkamp von der Stadtverwaltung Amsterdam erklären lassen.

Warum ist das Public Eye-Projekt für die Stadt Amsterdam wichtig? Warum wird diese Technologie erprobt?

"Für die Stadt Amsterdam war es wirklich eine Priorität, eine Technologie für das Crowd-Management zu entwickeln, in diesem Fall Public Eye, denn die Stadt wächst, sie wird immer belebter. Wir müssen wissen, wo die Hotspots sind, wo viel los ist und wie viel los ist, damit wir darauf reagieren können. Wir müssen wissen, wann wir handeln und vor allem, wo wir handeln müssen."

Hat die Technologie die Situation verbessert? Hat sie funktioniert?

"Sie hat funktioniert. Auf jeden Fall! Es ist wirklich schön zu sehen, dass man, wenn man weiß, wo die Menschenmassen sind, wirklich weiß, wie man handeln muss, und auch, wann man nicht handeln muss. Wann ist es noch gemütlich genug, noch genügend Platz. Man muss nicht auf alles reagieren. Das hilft einem, effektiv zu handeln, und effizient mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen."

In puncto Schutz der Privatsphäre und die Sicherheit: Wie stellen Sie sicher, dass diese Informationen nicht missbraucht werden können?

"Als Stadt Amsterdam tun wir eine Menge, um sicherzustellen, dass diese Daten nicht missbraucht werden können. Wir halten uns an einen sehr hohen Standard. Bei Public Eye zum Beispiel speichern wir die Bilder nicht, sondern leiten sie sofort weiter oder erstellen daraus eine Heatmap. Wir speichern nur die Koordinaten und die Anzahl der Personen. Aber keine Informationen über die Personen selbst. Nur die Zahlen. Wie viele Menschen sich in einem bestimmten Gebiet aufhalten. Uns ist sehr wichtig, dass das sicher und datenschutzkonform geschieht."

Amsterdam steht an der Spitze der Smart-City-Revolution. Wie arbeiten Sie mit Privatunternehmen zusammen? Ist das ein wachsender Bereich?

"Die Stadt Amsterdam arbeitet in diesem Bereich viel mit kleineren und größeren Unternehmen zusammen. Der Markt wächst sehr stark. Wir experimentieren gerne und möchten herausfinden, was für welche Lösungen funktioniert. Bestimmte Lösungen setzen wir selbst um, aber bei anderen arbeiten wir mit privaten Unternehmen, aber auch mit Forschungseinrichtungen zusammen: Wir entwickeln die Technologie gemeinsam und finden gemeinsam mit dem Unternehmen heraus, was am besten funktioniert."