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Das Europäische Jahr der Jugend: Was tut die EU für junge Leute?

Von Naomi Lloyd  & Sabine Sans
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Das Europäische Jahr der Jugend: Was tut die EU für junge Leute?
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Die EU hat das Jahr 2022 zum Jahr der Jugend erklärt, um die Opfer zu würdigen, die die junge Generation während der Pandemie gebracht hat.

Im Rahmen des Jahres der Jugend sind in allen EU-Ländern Aktivitäten, Konferenzen und Initiativen für junge Menschen geplant. Besonderes Augenmerk wird dabei auf benachteiligte junge Menschen gelegt.

Darüber hinaus wird es verstärkte Bemühungen geben, die Prioritäten der Jugend in die relevanten EU-Politikbereiche und in den Entscheidungsprozess der EU einzubeziehen.

Die Vorzeigeinitiative des Jahres der Jugend ist das ALMA-Programm, das jungen Menschen aus benachteiligten Verhältnissen, die keinen Arbeitsplatz haben, die Möglichkeit bietet, Arbeitserfahrungen in anderen Mitgliedstaaten zu sammeln.

Wie viele junge Menschen sind in der EU arbeitslos?

Die Jugendarbeitslosigkeit geht zwar zurück, aber die Wahrscheinlichkeit, dass junge Menschen arbeitslos sind, ist immer noch doppelt so hoch (14 %) wie im Durchschnitt der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (6,2 %)

12,7 % der jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren befinden sich weder in der Ausbildung noch in einem Beschäftigungsverhältnis oder in der Berufsausbildung; sie werden als NEETs bezeichnet. Das sind 9 Millionen junge Menschen.

Was ist die Jugendgarantie?

Um die Kluft zu überbrücken und junge Menschen in Arbeit zu bringen, garantiert die EU-Jugendgarantie, dass alle jungen Menschen unter 30 Jahren, die sich anmelden, innerhalb von vier Monaten ein Angebot für einen Arbeitsplatz, eine Lehrstelle oder eine allgemeine oder berufliche Bildung erhalten.

Seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2013 haben jedes Jahr mehr als 3 Millionen junge Menschen ein Angebot wahrgenommen, was bedeutet, dass bisher 36 Millionen Menschen geholfen wurde.

Die längerfristigen Follow-up-Daten zu jungen Menschen, die seit 2014 an Jugendgarantie-Programmen teilgenommen haben, zeigen, dass im EU-Durchschnitt mehr als die Hälfte der jungen Menschen, die ein Angebot annehmen, sechs, zwölf und 18 Monate später in Beschäftigung, allgemeiner oder beruflicher Bildung sind.

Die verstärkte Jugendgarantie hat ihr Angebot von den 15- bis 25-Jährigen auf die 15- bis 29-Jährigen ausgeweitet. Sie konzentriert sich auf die am schwersten zu erreichenden und am stärksten benachteiligten Jugendlichen und stellt sicher, dass sie über die richtigen Fähigkeiten für den digitalen und grünen Übergang verfügen.