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1. Affenpocken-Verdachtsfälle in Österreich und Griechenland

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Von Euronews  mit AP, AFP
Labor zur Untersuchung von Tieren auf Menschen übertragbarer Krankheiten - ARCHIV
Labor zur Untersuchung von Tieren auf Menschen übertragbarer Krankheiten - ARCHIV   -   Copyright  ALLEN SULLIVAN/AP2004

Auch in Österreich gibt es jetzt einen ersten Verdachtsfall auf Affenpocken. Ein Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrates Peter Hacker bestätigte an diesem Sonntag gegenüber dem "Standard", dass ein Mann "mit typischen Symptomen wie Pusteln im Gesicht" in Wien behandelt werde. Der Patient, der leichtes Fieber hat, befindet sich in der Klinik Favoriten, die auf Infektionskrankheiten spezialisiert ist.

Auch Griechenland meldet einen ersten Verdachtsfall. Es handelt sich um einen 29 Jahre alten britischen Touristen, der mit seiner Partnerin Urlaub auf der Ferieninsel Kefalonia machte. Die beiden wurden inzwischen in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Athen gebracht.

In Großbritannien hatte es schon zuvor mehrere Fälle von Affenpocken gegeben.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit mindestens 90 Fälle von Affenpocken nachgewiesen worden. Die WHO befürchtet eine stärkere Verbreitung der Krankheit im Sommer.

Die Virologin Sandra Ciesek verweist darauf, dass es schon zuvor Ausbrüche von Affenpocken außerhalb des afrikanischen Kontinents gegeben hat.

Übertragen werden die Affenpocken durch enge Kontakte - nämlich durch Tröpfcheninfektion, den Austausch Körperflüssigkeiten und wahrscheinlich auch durch sexuelle Kontakte.

Die US-Gesundheitsbehörde hat die Übertragung der Affenpocken durch die Luft bestätigt.

Als ursprüngliche Wirte der Affenpocken gelten Nagetiere.

Laut Experten verhindert die Pocken-Impfung eine Ansteckung mit Affenpocken zu 85 Prozent. Allerdings wurden Kinder in Deutschland und vielen anderen Staaten nur bis 1976 systematisch gegen Pocken geimpft. Die Krankheit galt in Europa als ausgerottet.