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La Bohème bezaubert auf dem Puccini Festival

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La Bohème bezaubert auf dem Puccini Festival

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Die tragische Geschichte von Mimì und Rodolfo, die im Paris des frühen neunzehnten Jahrhunderts spielt, und die unvergesslichen Arien, die La Bohème unsterblich machten, haben auch dieses Jahr wieder Tausende von Opernfans in die Toskana gezogen, zum renommierten Puccini Festival in Torre del Lago.

“Die Musik, die Worte, die Handlung nehmen dich als Sänger mit in eine andere Welt. Es gibt einen Moment des Loslassens, sobald die Musik beginnt. Eine Sekunde davor bin ich immer noch in der realen Welt, aber sobald die Musik beginnt, bin ich woanders!”

“Mimì ist wie ein kleines Mädchen, ein bisschen in der Art, wie ich es war und immer noch bin. Aber ihr Leben nimmt eine tragische Wende. Es beginnt mir einer für Mädchen typischen Leichtigkeit und Frische, aber es endet mit ihrem Tod. Der Versuch, nicht an die Krankheit zu denken, sie zu ignorieren und zu leben, das ist es was Mimì tut, Mimì ist das Leben!”

“Die dramatischsten Momente sind auch am schwersten zu interpretieren, denn wenn man von seinen Emotionen überwältigt wird, schnürt sich einem der Hals zu, aber um zu singen, musst du deine Stimme ohne Hindernisse weit öffnen können!”

In Torre del Lago kann man auch die Villa besuchen, in der Puccini lebte und die meisten seiner Opern komponierte. Die magische Atmosphäre und die Erinnerung an diesen genialen Komponisten werden von seiner Enkelin bewahrt, die sich an die Persönlichkeit Puccinis erinnert.

“Puccini war sehr vital, er war eine dynamische Person. In seinen ersten Jahren hier fuhr er Fahrrad, er ging auf die Jagd und zum Angeln, später gab es dann Autos. Er war überhaupt kein Träumer, er war ein sehr aktiver Mann und er liebte Entdeckungen.”

“Das war sein Lieblingsplatz, die Heimat seines Herzens. Er liebte es hier am See zu leben, ‘seinem’ See, aber er war auch immer in Bewegung.”

“Manchmal stelle ich mir vor, dass er hinter einem Baum erscheint, oder in diesen Räumen, aber vielleicht ist er ja hier.”

“Es ist wunderbar auf der Bühne: es ist ein neutraler Ort, an dem man sich offenbaren kann, während man sich hinter seiner Rolle versteckt. Wenn du singst ist es, als würdest du dem Publikum sagen: ‘Jetzt werde ich Ihnen ein bisschen was über mich erzählen’!”

In diesem Beitrag hören Sie Auszüge aus den folgenden Arien aus Giacomo Puccini’s La Bohème: “Che gelida manina”, “Mi chiamano Mimì”, “Quando me n’ vò soletta”, “D’onde lieta uscì al tuo grido d’amore”, “Sono andati? Fingevo di dormire”.