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Wirtschaftsforum in Astana im Zeichen der Krise

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Wirtschaftsforum in Astana im Zeichen der Krise

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Das jährliche Wirtschaftsforum in der Hauptstadt Kasachstans Astana wird bereits zum 6. Mal abgehalten. Dieses Jahr ist es eher eine Anti-Krisen-Konferenz. Hauptsorgenkind ist Europa: Von der Wirtschaft bis hin zur hohen Arbeitslosigkeit gibt es Probleme, und es zeichnet sich keine Lösung ab.

Euronews hat mit Wirtschaftsführern und Politikern über mögliche Lösungen gesprochen

Italiens Ex-Ministerpräsident Romano Prodi sagt, dass die Lösung alleine in einer gemeinsamen Politik zu suchen ist:“In Europa herrscht derzeit eine richtige Verliererstimmung, deswegen denken alle, die Welt wäre in der Krise. Es ging aber weltweit gesehen noch nie so gut. Asien wächst, Afrika wächst, auch wenn es dort von einem sehr niedrigem Niveau losgeht, die USA wachsen so um die 2 bis 3 Prozent. Nur Europa leidet. Aber wenn man ein Nullwachstum hat, dazu eine schrecklich hohe Arbeitslosigkeit und eine noch höhere Jungendarbeitslosigkeit, dann muss man die Wirtschaft ankurbeln.”

Für den Nobelpreisträger Christopher Pissarides von der London School of Economics ist der Fall klar: Hauptgrund der Krise ist, dass eine gemeinsame Währung ohne entsprechende Institutionen eingeführt wurde:“Und jetzt wird es schwer. Jetzt müssen alle sehr harte Entscheidungen treffen, vor allem, wenn es um eine Bankenunion und eine Fiskalunion geht. Aber ohne diese Schritte wird die Gemeinschaftswährung das Wachstum bremsen statt wie eigentlich geplant vorantreiben.”

Der Europachef von Microsoft denkt, dass es vor allem um Bildung geht: Für wirtschaftlichen Erfolg müssen die Europäer sich ständig fortbilden und immer wieder dazu lernen:“Das einzige, was Europa zu verkaufen hat, sind Ideen. Wir müssen in Europa das reichlich vorhandene Potential nutzen. Bildung und Können müssten das Mantra für ganz Europa werden.”

Und die Leiterin der britischen Atomaufsichtsbehörde United Kingdom Atomic Energy Authority, Lady Barbara Judge, setzt auf bessere Zusammenarbeit in der Energiepolitik:“Die EU hat noch keine starke Energiepolitik. Jedes Land glaubt, seine eigene Lösung zu haben. Aber Energie ist etwas, was wir wirklich gut gemeinsam machen können. Wenn wir unsere jeweiligen Energieträger gemeinsam nutzen würden, ein Stromnetz bauen würden, das in ganz Europa fiunktionieren würde, könnten wir den Energiepreis für die Endverbraucher senken. Und das gesparte Geld könnten wir für die Ankurbelung der Wirtschaft verwenden.”

Das Wirtschaftsforum in Astana hatte in diesem Jahr mehr als 9.000 Teilnehmer aus 120 Ländern. Der Gastgeber, Kasachstan, hat indes keinerlei Probleme mit der Wirtschaft:
Der IWF schätzt, dass die Wirtschaft des Landes 2013 um 5,5 Prozent wachsen wird. Das Land Land verfügt über eines der größten Uranvorkommen der Welt, und zudem über viel Öl und Gas. Experten schätzen, dass es 2011 jeden Tag 1,6 Millionen Barrel Erdöl produzierte.

Unser Korrespondent auf Twitter: https://twitter.com/may_euronews

Mehr Infos:
Das Wirtschaftsforum Astana
http://2013.astanaforum.org/en/events/world-anti-crisis-conference

Die CIA über Kasachstan:
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/kz.html

Der IWF über Kasachstan:
http://www.imf.org/external/country/kaz/