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Überbehüten oder laufen lassen - die Gratwanderung bei der elterlichen Erziehung

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Überbehüten oder laufen lassen - die Gratwanderung bei der elterlichen Erziehung

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Elterliche Erziehung und Engagement spielen bei der Bildung eine große Rolle – doch was ist das richtige Maß zwischen Fürsorge, Überbehüten und Erziehung zur Selbständigkeit?

In den USA kämpft eine Mutter und Bloggerin gegen das Klischee der “Helicopter-Eltern”, die wie Hubschrauber über ihren Kindern kreisen und aus Sorge und Fürsorge jeden Schritt und Tritt überwachen. Sie selbst mischt im Leben ihrer 17-jährigen Tochter aber auch kräftig mit.

Mitmischen bei der Schulausbildung – das kann so weit gehen, dass die Eltern selbst die Aufgabe übernehmen und ihre Kinder zu Hause unterrichten. Eine Italo-Amerikanerin zum Beispiel, sie ließ sich vom Konzept des “Unschooling” des amerikanischen Pädagogen John Holt inspirieren. Ihre Kinder lernen quasi beiläufig im Alltag zu Hause, sie bestimmen selbst, ohne festen Unterrichtsplan und Schulzwang, wann, wie lange und was sie lernen wollen.

Schulunterricht und Weltreisen – das passt kaum zusammen. Eine französische Familie berichtet von ihren Erfahrungen mit dem Fernunterricht. Alle drei Wochen müssen die Hausaufgaben an eine Zentralstelle in der Heimat geschickt werden – nicht gerade praktisch auf einer Weltreise. Im Stoff kommen sie voran – doch den Kindern fehlt die Gemeinschaft im Klassenzimmer. Und auch ein bisschen die Auswahl an Lehrern. In Indien unterrichtet sie allein die Mutter.