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Georgier protestieren gegen "schleichende Okkupation durch Russland"

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Georgier protestieren gegen "schleichende Okkupation durch Russland"

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In Freiburg haben vor allem Studenten aus Georgien mobil gemacht und eine Demonstration gegen die “russische Aggression” in ihrem Heimatland organisiert. Auch in Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf gab es am vergangenen Wochenende Proteste wie zuvor in Georgiens Hauptstadt Tbilissi (auch: Tiflis).

Laut der Nachrichtenagentur AFP haben an der Demonstration in der georgischen Hauptstadt etwa 3.000 Menschen teilgenommen und gegen die “Annexion Russlands von Südossetien und Abchasien” protestiert.
In den deutschen Städten waren es deutlich weniger Demonstranten, aber die Georgier in Deutschland verbreiten ihre Sorge über die “russische Aggression im Kaukasus” auch in den sozialen Medien und versuchen, international Aufmerksamkeit zu erregen.

Auf einer englischsprachigen Internetseite fordern die Aktivisten die georgische Regierung auf, angemessen auf die Grenzverstöße durch Russland zu reagieren. Georgiens Regierung hat inzwischen in Moskau offiziell eine Protestnote eingereicht und will den Konflikt diplomatisch lösen. Weil russische Soldaten seit dem Krieg vom August 2008 immer wieder auf georgisches Gebiet eindrängen, seien dieses Mal sogar Bewohner aus Davni geflohen, berichten Aktivisten aus Georgien. Die Menschen mussten offenbar aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen.
Die sogenannte “Demarkationslinie” zwischen dem faktisch von Mokau beherrschten, aber völkerrechtlich zu Georgien gehörenden Südossetien und Georgien ist an vielen Stellen zu einem Grenzzaun ausgebaut worden. Schon im vergangenen Jahr war mit dem Bau des Grenzzauns begonnen worden.

Die NZZ bezeichnet die neuen Grenzmarkierungen Russlands und den Konflikt als Zwist um jeden Meter Erde.

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hatte in einem Bericht der Zeitung Die Presse Ende Juni erklärt, die Bedrohung durch Russland sei in Georgien wesentlich präsenter als im Baltikum”.