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Ein etwas anderer Kindergarten

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Ein etwas anderer Kindergarten

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In den Kindergarten zu kommen ist ein großer, aber notwendiger Schritt, denn die Vorschule bereitet auf die Grundschule vor und berufstätige Eltern sind darauf angewiesen. Viele Projekte schaffen eine anregende und gemütliche Umgebung, um die Kinder bestmöglich zu fördern. Wir schauen uns ungewöhnliche Ideen weltweit an.

Georgien: ein Kindergarten im Flugzeug

Der deutsche Pädagoge Friedrich Fröbel prägte 1840 das Wort ‘Kindergarten’. Zu seiner Zeit beschrieb es eine neue Idee. Heute beschreibt man mit dem Wort alle Arten von Vorschulen – auch die in einem Flugzeug. Wir schauen uns an, warum ein altes Flugzeug in einen Kindergarten verwandelt wurde.

In Rustawi in Georgien wartet ein ganz besonderer Kindergarten auf seine kleinen Besucher: In diesem ausgemusterten Flugzeug werden Kinder betreut. Sie sind begeistert von dem neuen Spielplatz. Gari Chapidze fand das alte Flugzeug am Flughafen von Tiflis, kaufte es und arrangierte den Transport nach Rustawi. Der kindgerechte Umbau dauerte mehrere Monate und Chapidze hatte zuerst Angst, dass die Eltern seine Idee nicht annehmen würden. Aber der Kindergarten entwickelte sich zum Hit. Die Erzieher hoffen, dass dieser besondere Ort hilft, die Entwicklung der Kinder zu fördern.

Mehr Infos im Internet:

http://photoblog.nbcnews.com/_news/2012/10/30/14805170-kindergarten-co-pilots-airplane-transformed-into-kids-school?lite

http://www.amusingplanet.com/2013/01/old-airplane-turned-into-kindergarten.htm

http://en.wikipedia.org/wiki/Indigo_children

Japan: moderne Regeln, alte Bräuche

Spielerisch und mit Spaß werden Kleinkinder in der Vorschule gefördert. Aber der elterliche Einfluss bleibt ein wichtiger Faktor in der kindlichen Entwicklung. Wie wirkt es sich aus, wenn Kinder viele Stunden betreut werden? Ein Zentrum in Japan hat innovative Ideen entwickelt, um Eltern in den Kindergartenalltag zu integrieren.

Der Dannoh-Kindergarten ist in vieler Hinsicht einzigartig: Er wird in einem ehemaligen buddhistischen Tempel im Zentrum von Kyoto betrieben. Und er hat lange Öffnungszeiten, viele Eltern sind Ärzte, Krankenschwestern oder Schichtarbeiter, die darauf angewiesen sind.

Die Kinder singen Lieder und hören Geschichten. Mit Bildern und Wiederholungen erarbeiten sie sich spielerisch die Mathematik. Viele Kinder verbringen den ganzen Tag und einen Teil der Nacht hier. Normalerwiese hätten sie wenig Gelegenheiten, die von zu Hause gewohnten Gerichte zu essen. Deshalb haben die Erzieher die Eltern gebeten, mindestens zweimal pro Woche eine Lunchbox mit selbst gekochtem “Bento” mitzubringen, dem traditionellen Mittagessen in Japan. Manche Kinder müssen lange auf ihre Eltern warten. Die Lunchboxen geben den Kindern Geborgenheit.