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EU-Länder verteilen über fünfzigtausend Flüchtlinge über Europa

Die Innenminister der EU haben sich auf die Verteilung von rund 55000 Flüchtlingen über Europa geeinigt. Ziel sind aber laut einem Beschluss der

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EU-Länder verteilen über fünfzigtausend Flüchtlinge über Europa

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Die Innenminister der EU haben sich auf die Verteilung von rund 55000 Flüchtlingen über Europa geeinigt.

Ziel sind aber laut einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs 60000; die Minister hoffen, im Laufe des Jahres noch weitere Zusagen zusammenzutragen.

Die EU-Länder wollen demnach gut 22000 Flüchtlinge aufnehmen, die außerhalb der Union leben – also zumeist in Lagern nahe der syrischen Grenze.

Hier wurde das Ziel von 20000 Menschen übertroffen.

Dagegen fehlen noch Zusagen für Flüchtlinge, die in Italien und Griechenland ankommen und weiterverteilt werden sollen.

Die beiden Länder sollen über zwei Jahre gesehen um insgesamt 40000 Flüchtlinge entlastet werden.

Einigen konnten sich die Innenminister auf gut 32000; fast jeder dritte von
ihnen (10500) wird nach Deutschland kommen.

Österreich nimmt aus dieser Gruppe niemanden auf laut Innenministerium ist es jetzt schon stärker belastet als Italien und Griechenland zusammen – jedenfalls, was die Zahl der Asylanträge im Verhältnis zur Einwohnerzahl betreffe.

Ministerin Johanna Mikl-Leitner sagte, Österreich sei zum Zielland Nummer eins geworden.

Sie fordert von den beiden Ländern Verbesserungen, zum Beispiel in Hinsicht auf die Registrierung von Flüchtlingen

Österreich nimmt aber 1900 Flüchtlinge aus den Lagern auf, noch einmal 400 mehr als schon zugesagt; Deutschland mit 1600 etwas weniger.

Mit gut 500 Flüchtlingen engagiert sich die Schweiz, die an dem Treffen ebenfalls teilnahm, wie auch andere assoziierte Länder.

So nimmt sogar Liechtenstein zwanzig Flüchtlinge auf.

Dass das Ziel von zwanzigtausend Flüchtlingen aus diesem Kontingent übertroffen wurde, lag ebenfalls vor allem an einem Nicht-EU-Land: Norwegen will 3500 dieser Menschen aufnehmen – mehr als jedes andere Land.