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Pazifik-Freihandelszone nimmt Gestalt an

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich ein Dutzend Pazifik-Anrainer auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Die Transpazifische Partnerschaft

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Pazifik-Freihandelszone nimmt Gestalt an

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Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich ein Dutzend Pazifik-Anrainer auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Die Transpazifische Partnerschaft TPP (Trans-Pacific Partnership) soll Handelshürden abbauen und gemeinsame Standards setzen in der Region, die 40 Prozent der Weltwirtschaft repräsentiert.

Meinung

Auch Transparenz, gutes Regierungsmanagement und ein starker Arbeits- und Umweltschutz gehören zu den Zielen

Kommt die Trans-Pazifische-Partnerschaft zwischen den USA, Australien, Japan, Mexiko und acht anderen Ländern zustande, könnte das die Preise von Käse bis hin zu den Kosten für Krebsbehandlungen beeinflussen. Es wäre die größte
Freihandelszone der Welt mit 800 Millionen Menschen.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama versucht mit TTP, den Einfluss der USA in Asien zu sichern und die Machtstellung Chinas zu brechen. Die ersten Gespräche dazu gab es 2008.

Der US-Handelsbeauftragte Michael Froman:

“Wir erwarten, dass dieses historische Abkommen in unseren Ländern das Wirtschaftswachstum anschiebt, besser bezahlte Arbeitsplätze fördert, Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit verbessert, den Lebensstandard erhöht, die Armut verringert. Auch Transparenz, gutes Regierungsmanagement und ein starker Arbeits- und Umweltschutz gehören zu den Zielen.”

Das Abkommen sei ein Modell für den Handel im 21. Jahrhundert, sagte Japans Wirtschaftsminister Akira Amari.

Nach Abschluss der mehr als fünfjährigen Verhandlungen muss TPP nun von den Mitgliedsländern abgesegnet werden. In den USA wird sich ein zerrissener Kongress mitten im Wahlkampf damit befassen. Außerdem wird es ein Thema der Bewerber für das Amt des US-Präsidenten. Es gibt unter Republikanern und Demokraten jeweils entschiedene
Gegner von TPP. Sie befürchten Jobverluste.

Die Debatte um den Pazifik-Handel der USA wird in Europa mit großem Interesse verfolgt. Denn mit Europa verhandeln die USA derzeit über das Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, Transatlantic Trade and Investment Partnership). Es ist in der EU stark umstritten. Heftige Kritik gibt es vor allem am geplanten Investitionsschutz für Unternehmen.

su mit dpa, Reuters