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Zypern - Flugzeugentführung unblutig beendet, Entführer gibt auf

Die Flugzeugentführung auf Zypern ist unblutig zu Ende gegangen, der Entführer hat aufgegeben und wurde festgenommen. Seine Sprengstoffweste

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Zypern - Flugzeugentführung unblutig beendet, Entführer gibt auf

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Die Flugzeugentführung auf Zypern ist unblutig zu Ende gegangen, der Entführer hat aufgegeben und wurde festgenommen. Seine Sprengstoffweste entpuppte sich als Attrappe. Zuletzt hatte der Entführer ein Treffen mit EU-Vertretern gefordert oder alternativ den Weiterflug nach Istanbul verlangt. Als die Behörden die Betankung der Maschine verweigerten, gab der Entführer auf.

Vorher verließen noch die letzten sieben Geiseln – vier Mitglieder der Crew und drei Passagiere – die Maschine der Egyptair 181 auf dem Flughafen von Larnaka. Alle anderen Passagiere – die Angaben über die Zahl schwanken zwischen 55 und 81 – waren bereits bald nach der Landung heute morgen um 8 Uhr 46 nach kurzen Verhandlungen frei gelassen worden.

Einen terroristischen Hintergrund der Entführung schloss der zyprische Präsident Nikos Anastasiades aus. Als mögliches Motiv gilt die Ex-Ehefrau des Mannes, sie lebt auf der Mittelmeerinsel. Offenbar warf der Entführer einen Brief an seine zyprische Ex-Frau aus dem Cockpitfenster und forderte die Zustellung. Der Entführer soll nach zyprischen Medienberichten bis 1994 selbst auf der Mittelmeerinsel gelebt haben, 59 Jahre alt sein und fünf Kinder mit seiner Ex-Frau haben. Angeblich verlangte der Entführer auch die Freilassung weiblicher Anhänger der Opposition in Ägypten. Die zyprischen Behörden schlossen einen terroristischen Hintergrund aus und beschrieben den Mann als “labil”.

Die Sicherheit an ägyptischen Flughäfen war schon letztes Jahr in die Kritik geraten, nachdem in einem russischen Urlaubsflieger eine Bombe explodierte; Experten sprechen von massiven Sicherheitsmängeln.