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Frankreich fordert Verzicht auf Goldman-Sachs-Job: "Herr Barroso hilft den Anti-Europäern"

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Frankreich fordert Verzicht auf Goldman-Sachs-Job: "Herr Barroso hilft den Anti-Europäern"

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Frankreich hat den früheren EU-Kommissionschef José Manuel Barroso aufgefordert, auf seinen international kritisierten Wechsel zur US-Investmentbank Goldman Sachs zu verzichten. Der 60-jährige Portugiese, der von 2004 bis 2014 Präsident der Brüsseler Behörde war, soll Berater und Präsident ohne Geschäftsbereich bei Goldman Sachs werden sowie Aufsichtsratsvorsitzender (einer) der Londoner Tochtergesellschaft Goldman Sachs International (GSI).

Der französische Europa-Staatssekretär Harlem Désir forderte die EU-Kommission deshalb auf, ihre Ethikregeln zu verschärfen:

“Moralisch, politisch, berufsethisch ist das ein Fehler von Herrn Barroso. Dies ist der schlechteste Dienst, den ein früherer Chef einer EU-Institution zum aktuellen Zeitpunkt dem
europäischen Projekt leisten kann, obwohl es unterstützt und gestärkt werden sollte. Herr Barroso hilft den Anti-Europäern in dieser Angelegenheit. Ich rufe ihn offiziell auf, die Stelle abzulehnen.”

Spekulationen, Barroso sei vor allem verpflichtet worden, um Goldman Sachs bei der Bewältigung der Folgen des Brexit-Votums in Großbritannien zu helfen, hatte die Bank bereits zurückgewiesen.Gespräche mit Barroso habe es bereits seit etwa einem Jahr gegeben, erklärte Goldman Sachs.

Der Verhaltenskodex der EU-Kommission beinhaltet eine Karenzzeit von 18 Monaten für die Anmeldung und Genehmigung neuer Tätigkeiten von Ex-Kommissionsmitgliedern. Barroso ist seit mehr als 20 Monaten nicht mehr im Amt.

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