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Hanjin: Lassen Gläubiger eine der größten Reedereien untergehen?

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Hanjin: Lassen Gläubiger eine der größten Reedereien untergehen?

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Eine der größten Reedereien der Welt könnte von ihren Gläubigern endgültig fallengelassen werden: Südkoreas Hanjin Shipping – nach Kapazität Nummer neun – steht laut Branchenbeobachtern kurz vor dem Bankrott.

Am Mittwoch werde die Unternehmensleitung über die Zukunft entscheiden, so ein Sprecher, auch ein Konkursantrag sei möglich.

Hanjin und sein heimischer Rivale, Hyundai Merchant Marine, wickeln den Großteil der koreanischen Exporte ab und arbeiten seit mehreren Jahren nicht rentabel.

Hanjin gehört zum selben Konglomerat wie Korean Air Lines und macht seit Mai ein Schulden-Restrukutierungsprogramm unter der Regie der Gläubiger durch. Noch vergangene Woche hatte das Unternehmen 400 Millionen Euro durch den Verkauf von Vermögenswerten und finanzielle Hilfe von Korean Air in Aussicht gestellt. Reicht nicht, so die Gläubiger – kurzfristig werde doppelt so viel Liquidität gebraucht. Die Regierung droht mit dem Insolvenzverwalter.

Die Reederei hat insgesamt 5,3 Milliarden Euro Schulden und 4.800 Mitarbeiter. Die Geschäfte laufen mies.

Überkapazitäten und sinkende Frachtpreise halten die Containerschifffahrt seit Jahren am Boden. Deshalb schließen sich immer mehr Reedereien zusammen oder bilden Allianzen, um Kosten zu senken. Eine Handvoll kleinere Betreiber haben bereits Konkurs angemeldet.

“Die Gläubiger-geführte Umstrukturierung wird nun beendet. Das Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden, um zu überleben,” so ein Sprecher der staatlichen Korea Development Bank.

su mit Reuters

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