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Gesichtsrekonstruktion des "Herren von Sipán"


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Gesichtsrekonstruktion des "Herren von Sipán"

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Wissenschaftler haben mit Hilfe von 3D-Technologie das Gesicht des illustren “Herren von Sipán” rekonstruiert. Letzterer war ein antiker Herrscher der Moche-Kultur, die vom 1. bis 8. Jahrhundert an der Nordküste Perus blühte. Sein Grab wurde 1987 entdeckt und zählt zu den bedeutenden archäologischen Funden der letzten 40 Jahre.

Walter Alva, Archäologe: “Dies stellt eine Verbindung zu den aktuellen Ureinwohnern dieser Region her. Wir sehen, dass das Gesicht des Herren von Sipan dem der Nachfahren der Mochicas ähnelt, die bis heute in Lambayeque leben. Dies Gesichter der Fischer und Bauern in dieser Region zeigen, dass sie die direkten Nachfahren sind.”

Die Rekonstruktion in 3D war vor allem das Werk von Cicero Moraes – neben dem 3D-Designer waren Zahnmediziner und forensische Experten beteiligt.

Der Herr von Sipán war ein 1.66m großer Mann, der im Alter zwischen 35 und 45 Jahren verstarb. Aus den Grabbeigaben schlossen die Wissenschaftler auf seinen hohen gesellschaftlichen Rang.

Paulo Eduardo Miamoto Dias, forensischer Zahnmediziner: “Der Schädel war sehr gut erhalten mit einer starken Deformierung, die sich vermutlich im Verlauf der Zeit noch verstärkte. Die Zerlegung in seine einzelnen anatomischen Bestandteile nahm viel Zeit in Anspruch. Danach konnten die unterschiedlichen forensischen Verfahren angewendet werden.”

Radiokarbondatierungen zufolge lebte der “Herr von Sipán” im 3. Jahrhundert nach Christus. Die Moche-Kultur gilt als eine der frühesten aber auch rätselhaftesten Hochkulturen Perus, bevor die Inka ihr Imperium errichteten.

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