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Spanien nimmt Ukraine-Rückkehrer fest

Dass junge Männer zum Kampf ins Ausland ziehen ist längst kein Problem mehr, das nur den Dschihad betrifft: Spanische Behörden nahmen nun acht Ukraine-Rückkehrer fest.

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Die spanische Polizei hat acht Männer festgenommen, die im Ukraine-Krieg für prorussische Einheiten gekämpft haben sollen. Nach Angaben des Innenministeriums waren sie im vergangenen Jahr in die Ostukraine gereist. Im Februar kehrten sie in ihre Heimat zurück und wurden am frühen Freitagmorgen festgenommen. Ihnen wird nun unter anderem Mord und illegaler Besitz von Waffen und Sprengstoff zur Last gelegt. Man fand auch Kleidung unterschiedlicher prorussischer Einheiten im Zuge der Hausdurchsuchungen. Das Ministerium will nun prüfen, ob die Teilnahme an Aktionen im Ausland gegen Interessen Spaniens, das in dem Konflikt neutral ist, einen Gesetzesverstoß darstellt.

Ermittler kamen den Verdächtigen durch Informationen aus sozialen Netzwerken auf die Spur, darunter Fotos und Videos, in denen einige von ihnen in der Ostukraine an Waffen ausgebildet werden. Die festgenommenen Rückkehrer seien zwischen 20 und 30 Jahren alt. Einige von ihnen sollen Ex-Soldaten sein. Sie hätten prorussische und “extrem linke” Einstellungen und gehören in Spanien kommunistischen Gruppierungen an, hieß es aus Ermittlerkreisen. In einem Video zeigt sich einer von ihnen mit TStalin und Lenin-Tättowierungen auf dem Oberkörper.

Nach Informationen der spanischen Tageszeitung “El País” sind auch schon in Deutschland, Frankreich und Italien Männer festgenommen worden, die sich den Separatisten in der Ostukraine angeschlossen hatten.