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Wichtiger Stimmungstest für Parlamentswahlen: Spanien wählt Stadt- und Gemeinderäte

Die Spanier haben neue Bürgermeister, sowie Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Nach Umfragen drohten der konservativen Volkspartei (PP) von

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Wichtiger Stimmungstest für Parlamentswahlen: Spanien wählt Stadt- und Gemeinderäte

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Die Spanier haben neue Bürgermeister, sowie Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Nach Umfragen drohten der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy kräftige Stimmverluste. Rajoys PP kann dennoch hoffen, landesweit die stärkste Partei zu bleiben. Sie regiert in 11 der 17 Regionen und in den meisten Provinzhauptstädten.

Den oppositionellen Sozialisten (PSOE) droht – wie bereits vor vier Jahren – erneut ein schlechtes Ergebnis. Rund 35 Millionen Stimmberechtigte im ganzen Land waren zur Abgabe ihrer Stimme aufgerufen.

Junge Parteien wie die Linkspartei Podemos (Wir können) und die liberale Bewegung Ciudadanos (Bürger) können darauf hoffen, erhebliche Stimmanteile zu erhalten und die spanische Parteienlandschaft von Grund auf zu verändern.
Mit besonderer Spannung wurde der Ausgang der Wahl in Madrid erwartet, wo die PP seit 1991 den Bürgermeister stellt. Das Stadtoberhaupt Ana Botella (PP), Ehefrau des Ex-Ministerpräsidenten José María Aznar, verzichtete auf eine erneute Kandidatur. An ihrer Stelle tritt die frühere Bildungsministerin Esperanza Aguirre an, die in der PP als eine Gegenspielerin Rajoys gilt.

In Barcelona wird erwartet, dass die Linke Ada Colau den regierenden Bürgermeister Xavier Trias verdrängt und es somit zu einem starken Linksruck in der Metropole kommt.

In vielen Regionen und Kommunen dürften Podemos und Ciudadanos künftig eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung spielen. Die Wahlen gelten als ein wichtiger Test für die Parlamentswahl im Herbst, deren genauer Zeitpunkt noch nicht feststeht.