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"Neuer" Panamakanal muss Wassermassen standhalten

Die Erweiterung des Panamakanals wird probeweise geflutet. Fünf Tage lang sollen fünf Millionen Kubikmeter Wasser in den Abschnitt geleitet werden

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Die Erweiterung des Panamakanals wird probeweise geflutet. Fünf Tage lang sollen fünf Millionen Kubikmeter Wasser in den Abschnitt geleitet werden, um seine Funktionsweise in den kommenden vier Monaten zu überprüfen.

Im Rahmen der 2007 begonnenen Erweiterungsarbeiten wird die Wasserstraße, die Pazifik und Atlantik miteinander verbindet, begradigt und vertieft, zudem werden drei neue Schleusen gebaut. Streikende Arbeiter und ein Streit um Mehrkosten sorgten für Verzögerungen. Das Finanzvolumen des Projekts wird mit umgerechnet 4,6 Milliarden Euro angegeben.

“Heikle Situationen liegen hinter uns. Zweimal mussten die Arbeiten unterbrochen werden, als es erhebliche Spannungen zwischen dem Baukonsortium und dem Betreiber des Panamakanals gab”, sagt Jorge Quijano von der Betreibergesellschaft ACP. “Doch wir haben uns immer auf unsere Arbeit konzentriert. Das Emotionale am heutigen Tage ist, dass wir endlich Licht am Ende des Tunnels sehen.”

Um den Neubau vollständig mit Wasser zu füllen, werden 100 Tage veranschlagt. Im Januar kommenden Jahres sollen Schiffe erste Probefahrten im neuen Kanalabschnitt unternehmen, für April ist dann die Freigabe für den Verkehr geplant.