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Datenklau bei "Ashley Madison": Firma verspricht Geld für Hinweise

Im Fall der gestohlenen Nutzerdaten bei Ashley Madison verspricht die Mutterfirma Avid Life Media jetzt 500.000 kanadische Dollar für Hinweise – das

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Datenklau bei "Ashley Madison": Firma verspricht Geld für Hinweise

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Im Fall der gestohlenen Nutzerdaten bei Ashley Madison verspricht die Mutterfirma Avid Life Media jetzt 500.000 kanadische Dollar für Hinweise – das sind gut 300.000 Euro.

Meinung

Das ist kein Spaß mehr.

Ashley Madison ist eine Webseite für eheliche Seitensprünge: Unbekannte Hacker haben die Daten von über dreißig Millionen Kunden gestohlen und veröffentlicht.

Inzwischen würden wegen dieser Enthüllungen Verbrechen verübt, teilt die Polizei im kanadischen Toronto mit, wo Avid Life Media seinen Sitz hat.

Das sei nicht mehr der Spaß, als der er in vielen Medien dargestellt worden sei.

Die Hacker hatten verlangt, die Seite Ashley Madison und eine Schwesterseite sollten eingestellt werden.

Die Polizei in Toronto ermittelt jetzt zusammen mit anderen Sicherheitsbehörden,
auch in den USA.

Sie rief darüberhinaus die Hackergemeinde, die ohne Zweifel etwas wisse, zur Mithilfe auf.

Zwei kanadische Anwaltskanzleien haben inzwischen eine Sammelklage gegen Avid Life Media eingeleitet.

Dabei geht es auch um den Vorwurf gegen Ashley Madison, beantragte – und bezahlte – Löschungen von Kundenkonten hätten gar nicht stattgefunden, anders als zugesagt.

Dadurch seien jetzt auch Daten öffentlich geworden, die die jeweiligen Kunden längst gelöscht wähnten.

Ashley Madison bestreitet diesen Vorwurf und bietet diese Leistung inzwischen umsonst an.

Auch in den USA prüfen Rechtsanwälte jetzt eine Sammelklage.