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Toamasino: Madagaskars Wirtschaftsmotor und Tor zur Welt

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Toamasino: Madagaskars Wirtschaftsmotor und Tor zur Welt

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Madagaskar steht im September bei Target im Mittelpunkt. Zunächst der Hafen von Toamasina, der Wirtschaftsmotor des Landes: Hier werden drei Viertel des Seehandels von Madagaskar abgewickelt. In den vergangenen Jahren wurde er modernisiert, um internationalen Normen und Ansprüchen gerecht zu werden.

“Wir haben das Förderwesen überarbeitet, die Lagerhaltung und die Sicherheit. Es ging um Modernisierung und um eine marktgerechtere staatliche Regulierung”, erläutert Jean Berthin, General Manager bei SMMC, dem für das Förderwesen zuständigen Konzessionär.

Der Umschlag der Container, der Zugang für die Spediteure, die Zollverfahren: Fast alles wird hier inzwischen per Computer abgewickelt. Die neue Arbeitsweise ist der Partnerschaft zwischen Staat und Privatunternehmen zu verdanken. Die Firma beispielsweise, die die Container verwaltet, ist weltweit in über zwanzig Häfen aktiv.

Der Erhebung eines großen Seetransportunternehmens zufolge ist der Hafen von Toamasina bei der Produktivität unter den Top 5 in Afrika südlich der Sahara. Im kommenden Jahr soll hier eine riesige Baustelle eröffnet werden, um den Umschlagplatz noch effizienter zu machen. Umgerechnet über 600 Millionen Euro Investitionen sind veranschlagt. Eine neue Lagerzone soll geschaffen werden, der Wellenbrecher verlängert, und vor allem die Kaianlagen für den Warenumschlag ausgebaut werden. Dadurch sollen Schiffe mit größerem Tiefgang anlegen können.

“Die Container-Schiffe der letzten Generationen haben im Schnitt einen Tiefgang von 13 bis 14 Metern. Wir wollen vorausschauen und denken schon an bis zu 16 Meter”, erklärt Christian Eddy Avellin, General Manager der Hafenbetreibergesellschaft SPAT.

Das Bauprojekt soll eine neue Ära im Hafen einläuten. “Das wird der Wirtschaft in Madagaskar auf jeden Fall auf die Sprünge helfen”, frohlockt Michael Ratrimo, der für die Containerverwaltung zuständig ist. “Es werden mehr und größere Schiffe direkt bis hierher kommen können. Und wer ‘direkt’ sagt, meint Kostenreduktion und Einsparung von Zwischenschritten.”

Die Infrastruktur soll dem wirtschaftlichen Umfeld angepasst werden. Madagaskar hat angefangen, seine reichen Bodenschätze intensiver auszubeuten. Außerdem boomt der Seeverkehr auf der südlichen Halbkugel zwischen Asien, Afrika und Südamerika. Den Lagevorteil auf der Achse will sich das Land nicht entgehen lassen. Hafenmanager Avellin:
“Immer hieß es von Madagaskar, dass es am Ende der Welt liegt. Aber heute stimmt das nicht mehr: Wir sind nicht mehr am Ende der Welt, sondern in ihrem Zentrum.”

Mit Unterstützung der Hafengesellschaft Toamasina SPAT

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