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Soja-Export, Konsum - US-Wirtschaft wächst schneller als gedacht


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Soja-Export, Konsum - US-Wirtschaft wächst schneller als gedacht

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Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal schneller gewachsen als ursprünglich, so dynamisch wie seit zwei Jahren nicht – getragen von starken Konsumausgaben und mehr exportierten Sojabohnen.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg mit 3,2 Prozent Jahresrate anstatt der zuvor gemeldeten 2,9 Prozent, so das US-Handelsministerium in seiner zweiten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts – macht mehr als doppelt so viel Zuwachs wie im zweiten Quartal (1,4 Prozent).

Dabei wurde auch das Wachstum der Unternehmensinvestitionen in Anlagen und Wohnungsbau aufgestockt – für die Notenbank Federal Reserve möglicherweise ein Argument für einen nächsten Zinsschritt nach oben im nächsten Monat – bei nahezu Vollbeschäftigung und stetig steigender Inflation. Die Dynamik konnte sich dank der Binnennachfrage offenbar ins vierte Quartal retten – trotz Dollarstärke und Nachlassen des Soja-Booms.

DEUTSCHE ÖKONOMEN RECHNEN MIT TRUMP-BOOM

Eine große Mehrheit von 130 befragten deutschen
Wirtschaftsprofessoren erwartet nach Angaben des Ifo-Instituts einen Aufschwung durch die angekündigten Investitionen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. 80 Prozent der vom Münchner Wirtschaftsinstitut befragten Ökonomen rechnen demnach mit einer moderaten Stimulierung des Wachstums, rund 75 Prozent erwarten mehr Beschäftigung, wenn Trump wie angekündigt mehr Geld in die Infrastruktur steckt. Etwa jeder siebte Volkswirt erwartet sogar eine starke Belebung der Konjunktur.

Gleichzeitig sind die Ökonomen aber äußerst kritisch, was Trumps
Steuer- und Handelspläne angeht, wie aus dem Ökonomenpanel
hervorgeht, das in Zusammenarbeit mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» entsteht. «Den Handel einzuschränken und neue Schulden zu machen, das wäre allerdings eine bittere Pille», sagte Niklas Potrafke, Leiter des ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie.

Ein Drittel der Ökonomen erwartet eine deutlich protektionistischere Politik, also hohe Zölle und Hürden für US-Importe; 61 Prozent glauben nur an eine leicht protektionistische Wende.

su mit Reuters, dpa

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