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Israel: Dutzende Polizisten bei Siedlungsräumung verletzt

Begleitet von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften ist die gewaltsame Räumung der illegalen Siedlung Amona im Westjordanland fortgesetzt worden.

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Begleitet von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften ist die gewaltsame Räumung der illegalen Siedlung Amona im Westjordanland fortgesetzt worden.

Ein Polizeisprecher sagte, seit Beginn der Räumung am Mittwoch seien mehr als 30 Polizisten leicht verletzt worden. Über 800 Menschen seien aus Amona weggebracht worden. 13 Menschen kamen nach Konfrontationen mit den Sicherheitskräften in Polizeigewahrsam. Im Zentrum des Widerstands steht die örtliche Synagoge. Dort hat sich eine unbekannte Zahl von Aktivisten gemeinsam mit Siedlern verbarrikadiert. Medien berichteten, einzelne Personen hätten sich im Inneren des Gebäudes angekettet. Auf Videobildern war zu sehen, wie Polizisten die Tür und Fenster der Synagoge aufbrachen. Augenzeugen berichteten von Rauchentwicklung in dem Gebäude.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte den Bau einer neuen Siedlung für die insgesamt rund 300 Einwohner von Amona an. Ein Komitee solle einen passenden Ort finden und die Einzelheiten klären.

Die nicht genehmigte Siedlung liegt nordöstlich von Ramallah auf palästinensischem Privatland. Das Höchste Gericht in Jerusalem hatte nach langem Rechtsstreit im November angeordnet, Amona bis zum 8. Februar zu räumen.