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Mexiko: Merkel sucht Verbündete gegen Handelsprotektionismus

Die Kanzlerin sucht Verbündete für den G20 Gipfel in Hamburg

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Mexiko: Merkel sucht Verbündete gegen Handelsprotektionismus

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Für die Kanzlerin ist Mexiko ein natürlicher Verbündeter für ihre Ziele beim G20-Gipfel.

Wieder geht es um US-Präsident Trump: er könnte die Runde in Hamburg scheitern lassen, zumindest was den Freihandel angeht. Dass es überhaupt diese Allianzen braucht, um ein grundsätzliches Bekenntnis zum Freihandel zu erreichen, bleibt allerdings bemerkenswert, denn bisher war die gemeinsame Ablehnung des Protektionismus ein Selbstläufer.

Trump will das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und die US-Wirtschaft mit Strafzöllen vor in Mexiko produzierenden Firmen schützen.

Ähnlich hatte er sich schon zu Deutschland geäussert, Deutschlands Exportüberschuss kritisiert und mit Strafzöllen für deutsche Autos gedroht.

Mit Mexiko wird zur Zeit ein vorhandenes EU-Freihandelsabkommen aktualisiert, und bis Ende des Jahres sollen auch EU-Verhandlungen mit den südmaerikansichen Mercosur-Staaten abgeschlossen sein.

Merkel hat Donald Trump indirekt zu einer Abkehr von seiner protektionistischen Handelspolitik aufgerufen. Wie in Argentinien erhielt Merkel bei ihrem Besuch in Mexiko breite Unterstützung für ihre Ziele beim Klimaschutz und einem freien Welthandel.