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Vor G20: UNICEF fordert Schutz von 7 Millionen Flüchtlingskindern


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Vor G20: UNICEF fordert Schutz von 7 Millionen Flüchtlingskindern

Mehr als sieben Millionen Kinder aus West- und Zentralafrika werden jedes Jahr in die Flucht getrieben. Diese Zahl hat das UN-Kinderhilfswerk UNICEF kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg veröffentlicht.

Es sind die Armut und Perspektivlosigkeit, aber auch Gewalt, Terror oder der Klimawandel, die die Mädchen und Jungen dazu zwingen, allein oder mit ihren Familien die Heimat zu verlassen – in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Fremde. Drei Viertel von ihnen bleiben nach der Flucht in Afrika, nur weniger als ein Fünftel kommt nach Europa.

UNICEF fordert die Staatengemeinschaft der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer dazu auf, sich beim Gipfel mit den oft sehr komplexen Fluchtursachen zu befassen. Afrikas Jugend brauche dringend bessere Chancen, außerdem müssten bereits geflüchtete Kinder besser geschützt und unterstützt werden. Auf der Flucht sind besonders Minderjährige der Gefahr ausgesetzt, Schleusern in die Hände zu fallen, ausgebeutet oder misshandelt zu werden.

Beim G20-Gipfel wollen die Staats- und Regierungschefs Afrika ohnehin in den Fokus ihrer Gespräche rücken. Es soll vor allem darum gehen, wie auf dem Kontinent ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert werden kann. Die tieferliegenden Ursachen von Migration und deren Bekämpfung könnten dabei unter den Tisch fallen, befürchten Menschenrechtler.