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"Kein Schwein braucht Tierfabriken!" Zehntausende & Bauern mit 150 Traktoren in Berlin

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"Kein Schwein braucht Tierfabriken!" Zehntausende & Bauern mit 150 Traktoren in Berlin

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WIR HABEN ES SATT! Das war das Motto der Demo, zu der mehrere tausend Bauern und Umweltaktivisten haben am Samstag in Berlin für eine ökologischere Landwirtschaft demonstriert.

Mit dem Protestmarsch wollten sie zur Grünen Woche und am Rande der Agrarministerkonferenz ein Zeichen gegen die Industrialisierung der Agrarwirtschaft setzen. Die Demonstranten forderten mehr Tempo für eine Ernährungswende. Dutzende Traktoren begleiteten den Protestzug, auf Transparenten hieß es: «Wir haben’s glyphosatt», «Kein Schwein braucht Tierfabriken» und «Ohne Bienen ist kein Staat zu machen».


Nach aktuellen Angaben der Veranstalter kamen rund 30 000 Menschen zu der Demonstration im Regierungsviertel, darunter rund 150 Bauern samt ihrem Trecker. «Einige Landwirte sind per Traktor sogar aus Süddeutschland angereist», sagte Sprecher Christian Rollmann. Das Netzwerk «Wir haben es satt» wird unter anderem von den Organisationen «Brot für die Welt», Deutscher Tierschutzbund sowie den Umweltverbänden Nabu und BUND unterstützt.

«Die industrielle Land- und Ernährungswirtschaft verursacht lokal und global Probleme für Bauern, Klima, Tiere und Umwelt», sagte Jochen Fritz, Sprecher der mehr als 100 Organisationen, die zur Demo aufgerufen hatten. «Der Umbau hin zu einer umwelt-, tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft, in der Bauern gut von ihrer Arbeit leben können, darf von der Politik nicht weiter aufgeschoben werden.» Eine Agrarwende sei dringend nötig.

Das Demonstrationsbündnis rief die künftige Bundesregierung auf, in einem ersten Schritt das Unkrautgift Glyphosat zu verbieten. Gefordert wurden zudem mehr Geld für den Umbau der Tierhaltung, eine Kennzeichnungspflicht bei tierischen Lebensmitteln, ein Verbot von Reserve-Antibiotika sowie faire Marktregeln zum Schutz von Bauernhöfen.

Es gehe auch darum, Exportorientierung und Landkonzentration weltweit zu überdenken, sagte Fritz. «Es gibt gute Gründe, die Dinge zu verändern: Artensterben, Grundwasserverschmutzung und Billigexporte nach Afrika», ergänzte Anton Hofreiter, der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag.