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Emissionsarme Mobilität in Europa

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Emissionsarme Mobilität in Europa

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Die Geschichte der Fortbewegung geht einher mit der Entwicklung von Antriebssystemen. Energieeinsparung und die Reduzierung von Schadstoffemissionen sind heutzutage die Hauptziele der Forschung. In Europa gibt es eine neue Initiative für kosteneffizientere Motoren. Wie funktioniert das ECOCHAMPS-Projekt und wie wird es in unser tägliches Leben integriert?"

In den nächsten Jahren wird es eine neue Generation europäischer Hybridautos in fünf verschiedenen Segmenten auf dem Automobilmarkt geben. Hybridfahrzeuge kombinieren einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor, der den konventionellen Motor unterstützt und so die Kraftstoffeffizienz erhöht und den CO2-Ausstoß reduziert.

Der nächste Schritt sind Hybridautos

"Hybridfahrzeuge sind der nächste Schritt auf dem Weg zu einer emissionsarmen Mobilität in Europa: Die wichtigsten Punkte in diesem Projekt sind: die Zusammenarbeit zwischen Herstellern von leichten und von schweren Nutzfahrzeugen. Außerdem wird an der Standardisierung von leistungsfähigen hybriden elektrischen Komponenten gearbeitet, die einfacher und kostengünstiger zu integrieren sind", erklärt ECOCHAMPS-Projektkoordinator Guus Arts.

Das ECOCHAMPS-Konsortium (European COmpetitiveness in Commercial Hybrid and AutoMotive PowertrainS) besteht aus 25 Partnern aus acht europäischen Ländern, dabei sind Hersteller, Zulieferer und Forschungseinrichtungen. Sie arbeiten an einer Standardisierung der Komponenten und an Synergien zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen:

"Dank der Verwendung von Massenprodukten wird diese Technologie dazu beitragen, die Mehrkosten der Hybridisierung um die Hälfte zu reduzieren; wir hoffen, dass wir eine starke Verbreitung erreichen und zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen können", sagt Claude Lehongre, Elektrotechniker bei Renault.

Das von der EU geförderte Projekt will eine Verbesserung der Motorleistung um bis zu 20 Prozent und eine Verringerung der Kosten von Hybridautos für Pkw aber auch für Nutzfahrzeuge erreichen. Letztere sind am schwierigsten an ein Hybridantriebssystem anzupassen.

"Dieser Schwerlaster mit 40 bis 50 Tonnen Gesamtgewicht hat eine Laufleistung von 1,6 Millionen Kilometer. Da sind die Anforderungen an die Komponenten wesentlich. Die Komponenten aus der Pkw-Industrie an diese Schwerlastanwendung anzupassen, ist eine große Herausforderung", sagt der DAF-Maschinenbauingenieur Bart Lipsch.

Vielversprechende Prognosen

Eines der Prinzipien beim Hybridantrieb ist die mögliche Rückgewinnung von mechanischer Energie zur Stromerzeugung. Bei diesem Beispiel geschieht dies durch die Ausnutzung des Bremssystems:

"Dieser moderne Lkw fährt mit Diesel und produziert beim Bremsen Strom in der Batterie. Damit läuft der Motor auf hybride oder vollelektrische Weise, insbesondere wenn er im Stadtzentrum fährt", erklärt IVECO-Maschinenbauingenieur Giorgio Mantovani.

Der Lkw-Fahrer kann von Hybrid- auf Elektroantrieb umstellen, was sich besonders für den Stadtverkehr eignet.

"Die Besonderheit besteht darin, dass das Fahrzeug außerhalb der Stadt und auf Autobahnen im Hybridmodus laufen kann, oder vollelektrisch innerhalb der Stadt auf begrenzten Strecken", so IVECO-Elektroingenieur Roberto Mantia.

Noch gibt es relativ wenig Hybridautos in Europa. Aber die Prognosen sind vielversprechend - dank einer umweltfreundlichen Politik und der sinkenden Kosten für die Batterien und die Produktion.

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