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"Lula Livre!": 1. Mai in Brasilien

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"Lula Livre!": 1. Mai in Brasilien

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"Lula Livre!", "Freiheit für Lula": In der brasilianischen Stadt Curitiba haben Tausende Menschen die Kundgebungen des 1. Mai genutzt, um die Freilassung des inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zu fordern. Viele Demonstranten trugen rot, die Farbe von Lulas linker Arbeiterpartei (PT).

"Dies ist ein Tag des Kampfes für alle Arbeiter. Wir stehen heute hier und fordern die Freilassung von Präsident Lula. Er ist der Präsident, der den meisten Arbeitern und Minderheiten, Männern und Frauen, hilft", sagt eine jüngere Frau in der südlichen Stadt.

Auch in anderen Städten Brasiliens und in der Welt haben sich Menschen den Protesten für Lulas Freilassung angeschlossen.

Zu zwölf Jahren Haft verurteilt

Seit Anfang April ist Lula in Curitiba inhaftiert. Er war zu zwölf Jahren Haft wegen Korruption verurteilt worden. Er soll während seiner Regierungszeit von dem Baukonzern OAS die Renovierung eines Luxusappartements als Gegenleistung für lukrative Verträge mit dem staatlichen Energieriesen Petrobras angenommen haben.

Lula sieht sich selbst als Opfer einer Verschwörung rechter Politiker und der Medien, die ihn daran hindern würden, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Der ehemalige Präsident (2003-2010) weist jede Schuld von sich.

Selbst nach seiner Inhaftierung bleibt der 72-Jährige laut Umfragen der beliebteste Politiker Brasiliens und der Favorit für die Präsidentschaftswahlen im Oktober.

Am Montag ist ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Korruption und Geldwäsche gegen den Brasilianer eingeleitet worden. Ermittelt werde auch gegen die Vorsitzende von Lulas Arbeiterpartei, Gleisi Hoffmann, wegen Verdacht auf Schmiergelder des Baukonzerns Odebrecht - das teilte die Staatsanwaltschaft mit.