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Putin zu MH17-Abschuss: Wir wollen auch ermitteln

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Putin zu MH17-Abschuss: Wir wollen auch ermitteln

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Warum stürzte die malaysische Boeing mit der Flugnummer MH17 vor vier Jahren über der Ostukraine ab, 298 Menschen an Bord starben? Dass sie von einer russischen Buk-Rakete getroffen wurde, wie das internationale Ermittlerteam JIT feststellte, hat Moskau zurückgewiesen.

Auch die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine bestritten die Vorwürfe. Sie hätten keine russischen Buk-Systeme gehabt, sagte ihr Sprecher Eduard Bassurin.

Laut Präsident Wladimir Putin könnte Moskau aber die Ergebnisse der offiziellen Ermittlungen zum Abschuss der malaysischen Boeing anerkennen. Dafür müsse es aber ohne Einschränkungen an der Ermittlung beteiligt sein.

Wladimir Putin, russischer Präsident:

"Die Ukraine ist an der Untersuchung beteiligt, Russland nicht. Wir wissen also nicht, was diese Kommission in diesen Berichten schreibt und worauf das beruht. Damit wir den Bericht anerkennen können, müssen wir umfassend in die Untersuchung einbezogen werden."

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgeschossen
worden. «Das Flugabwehrsystem vom Typ Buk gehörte zu Beständen der 53. Flugabwehr-Brigade der Russischen Föderation, stationiert in Kursk», so der niederländische Chefermittler Wilbur
Paulissen. Fotos, Videos und Zeugenaussagen würden das belegen.

Die Ermittler hatten bereits 2016 festgestellt, dass das Buk-Raketensystem aus Russland in das von pro-russischen Rebellen kontrollierte Gebiet transportiert und später nach Russland zurückgebracht worden war.

Der Kreis der Verdächtigen habe sich auf ein paar Dutzend reduziert, sagte der leitende Staatsanwalt Fred Westerbeke. «Wir untersuchen nun gezielt, inwieweit die betreffende Brigade selbst aktiv am Abschuss der Maschine beteiligt war.»

Das Ermittlerteam JIT klagte seinerseits über mangelnde Kooperation Russlands. An dem internationalen Team unter niederländischer Leitung sind Malaysia, Australien, Belgien und die Ukraine beteiligt.

su mit dpa