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Das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste gefasst machen

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Das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste gefasst machen

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Die Krise in der Eurozone hat die Weltwirtschaft in eine Gefahrenzone verwandelt. Die europäische Schieflage bringt auch Staaten mit bislang gesundem Wachstum in Schwierigkeiten, wie Brasilien, Russland, Indien oder China. Diese Vier verhinderten in der Finanzkrise 2008 einen tieferen Fall der Weltwirtschaft. Der IWF prognostiziert für 2012 ein Wachstum von 3,25 Prozent, zunächst waren es vier Prozent gewesen.

“Das europäische Problem ist ein weltweites. Es ist eine globale Krise und wir brauchen eine globale Zusammenarbeit und müssen global handeln – das ist klar. Das weltweit langsamere Wachstum und die Volatilität der Finanzmärkte haben Auswirkungen in allen Regionen. Deswegen rufen wir alle auf, zusammenzuarbeiten, um einen Schutzschild zu bauen.”

Eine solche “Firewall” könnte die Bedürftigsten schützen helfen. Die Finanzkrise breitet sich aus und in immer mehr Ländern wachsen Armut und Hunger. Ein Siebtel der Weltbevölkerung ist unterernähert.

“Heute haben wir – als ein Ergebnis der Finanzkrise – etwa eine Milliarde Menschen auf der Erde, die aufwachen und nicht wissen, ob sie etwas zu Essen in diesem Becher haben werden. Mit diesem Becher versuchen wir, etwa 100 Millionen Menschen zu erreichen. Sie würden ohne weltweite Unterstützung größte Not leiden.”

Statistiken der Vereinten Nationen zufolge sterben in den Entwicklungsländern jedes Jahr etwa fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung. Angesichts der Finanzkrise beunruhigen diese Zahlen noch mehr. Der wenig hoffnungsvolle Rat aus Weltbank-Kreisen: Die Entwicklungsländer sollten das Beste hoffen und sich auf das Schlimmste gefasst machen.