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Ökologie und Innovation praktisch: Abwasserreinigung mit Bambus

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Ökologie und Innovation praktisch: Abwasserreinigung mit Bambus

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Diese Woche geht es bei “Business Planet” um Ökologie und Innovation. Dieser Wirtschaftszweig hat 3,5 Millionen Arbeitsplätze in Europa geschaffen. Vor allem mittelständische Betriebe schließen sich zusammen,um EU-Fördergelder zu erhalten. Auf diese Weise soll sich die Innovation auch auf dem Markt behaupten.

Abwasserreinigung durch Bambus. Eine französische Firma, die sich auf ökologische Abwasserbehandlung spezialisert hat, hat diese unübliche Art der Klärung entwicklet.

Der Vorteil des Bambus: er dient als Filter, frei von Geruch und Klärschlamm.

Der Nachteil jedoch: dieses System war in dieser Form noch nicht konkurrenzfähig – dann aber entdeckte Véronique Arfi die Fördermittel der EU für Öko-Innovation.

“Wir haben Zuschüsse erhalten und das war DIE Chance für uns, unser Produkt auf den Markt zu bringen und damit endlich auch Kunden zu erreichen”, so die Vizechefin von Phytorem, einer Firma die sich mit drei weiteren Kleinunternehmen zusammen geschlossen und direkt an die Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation gewandt hat.

Diese übernahm die Hälfte der benötigten 700.000 Euro, um ein Pilotprojekt mit dem Namen “Briter Water” auf den Weg zu bringen.

Ein Lebensmittelkonzern hat den Rest beigesteuert, überzeugt davon, dass “Briter Water” Potential hat.

“Wir haben annähernd 300.000 Euro investiert, wir glauben an die Bambus-Methode und wollen sie aber industriell nutzen. Damit sie unseren Anforderungen gerecht wird, mussten wir Geld aufbringen”, sagt Romain Sadak von Refresco France.

Bislang hat das Team von Véronqiue Arfi auf zwei Industrieanlagen in Frankreich Bambus zur Abwasserentsorgung verwendet. Das Ziel ist jedoch der internationale Markt.

“Durch den nationalen Erfolg von Briter Water können wir jetzt auch über unsere Landesgrenzen hinaus nach Partnern suchen. Wir können Ihnen sagen, wer wir sind, wo unsere Kompetenzen liegen, kurzum: was wir anzubieten haben”, so Véronique Arfi.

Auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean gibt es nun erste Gehversuche, zudem untersucht das Team, wie für diese Art der Abwasserklärung auch in Israel ein Markt geschaffen werden kann.

“Der Schlüssel zum Erfolg war die Solidarität der Firmen untereinander”, sagt uns Véronique Arfi, bevor wir sie im französischen Valence verabschieden und fügt hinzu: “Aber letztendlich hätten wir das ohne die finanzielle Unterstützung der EU nicht hinbekommen. Heute sind wir ein glaubwürdiges Unternehmen, das auf den internationalen Markt strebt.”