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Rosetta-Mission: Philae braucht Sonne

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Rosetta-Mission: Philae braucht Sonne

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Einen Tag nach der erfolgreichen Landung Philaes auf Tschuri haben Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) erste Bilder des Kometen präsentiert. Das Mini-Labor Philae befinde sich offenbar an einem schattigen Ort innerhalb einer Art Kliff. Nach der abenteuerlichen Landung habe es mehrere Sprünge gemacht. Mittlerweile stehe Philae aber stabil.

Philae”-Projektleiter Stephan Ulamec: “Wir verstehen jetzt besser, wie wir auf dem Kometen gelandet sind. Wir wissen aber noch nicht genau wo. Ich habe vorher gesagt, dass wir wahrscheinlich zwei Mal gelandet sind, das wurde schon berichtet, aber wir sind drei Mal gelandet. Es gibt also mehr Landungen als gedacht.”

Philae befinde sich vermutlich etwa einen Kilometer von dem ursprünglichen Landeplatz entfernt. Das Labor habe jedoch viel weniger Sonnenergie abbekommen, als gedacht. Noch laufe es mit einer Ersatzbatterie. Die Forscher sind jedoch zuversichtlich, dass sie das Problem lösen können. Esa-Flugdirektor Andrea Accomazzo: “Die Mission ist für uns noch nicht vorbei, sie geht weiter. Wir bereiten uns auf die kommenden Tage, die kommenden Wochen, die kommenden Monate und vielleicht auch Jahre vor. Ich wünsche uns allen, dass wir in ein paar Jahren immer noch über diese fantastische Mission und dieses fantastische Team, diesen fantastischen Kometen und fantastische Wissenschaft reden. Vielen Dank.”

Anhand der Daten, die das Labor sammelt, wollen die Wissenschaftler Informationen über die Entstehung des Sonnensystems vor mehr als vier Milliarden Jahren gewinnen.

euronews-Reporter Jeremy Wilks: “Die Fotos sind da und wir bekommen immer mehr erstaunliche Informationen über die Oberfläche des Kometen. Philae ist nicht genau dort, wo die Wissenschaftler das Mini-Labor gerne hätten, aber das tut der Freude keinen Abbruch. Es ist eine fantastische Mission und sie dauert an: Rosetta wird den Komet noch über das komplette Jahr 2015 begleiten.”