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Shape: Der neue Klang Europas

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Shape: Der neue Klang Europas

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Tonkünstler und Komponist Ketev erschafft neue Klangwelten: “Hier zu Hause habe ich ein Tonstudio. Ich verbringe viele Stunden hier. Ich bin Student

Tonkünstler und Komponist Ketev erschafft neue Klangwelten: “Hier zu Hause habe ich ein Tonstudio. Ich verbringe viele Stunden hier. Ich bin Student und mache einen Abschluss in Kunst und Medien. Vorher habe ich zwei Jahre klassische Musik an der Universität studiert. Ich spielte damals Kontrabass und vor allem Konzertmusik. Mein Wechsel zur elektronischen Musik war ein Weg, um frei und unabhängig zu sein. Ich habe meine Musik Post-Techno getauft, denn sie arbeitet mit gewissen Aspekten der Techno Musik, aber es ist schwierig für mich sie genau zu definieren. Sie ist sehr abstrakt.”

Meinung

Wir streben nach Improvisation

Euronews Journalist Nuno Prudêncio erklärt: “Der Musiker Ketev gehört der SHAPE Plattform an. Sie fördert die Arbeit von innovativen Tonkünstlern in ganz Europa.”

Das Projekt SHAPE unterstützt junge, aufstrebende Künstler, die mit Tönen und Sinneserfahrungen experimentieren. Die Initiative wird von dem Programm Creative Europe gefördert und wurde beim CTM Musikfestival in Berlin vorgestellt. Bis 2018 werden mehrere europäische Festivals jedes Jahr 48 Musiker auswählen und sie darum bitten ihre Werke und ihre Visionen vorzustellen.

Die Multiinstrumentalistin Kathy Alberici aus Großbritannien lebt derzeit in Berlin und beschreitet mit ihrer Musik neue Wege: “Ich fertige sogenannte “sonic portraits” an, denn sie enthalten eine Geschichte und ich will auf jeden Fall durch meine Musik Geschichten erzählen. Mich interessiert die Neurologie von Musik. Es passiert eine Menge und sowohl die psychosomatischen als auch die synästhetischen Reaktionen auf Musik werden erforscht.”

Rihards Endriksons, der Koordinator von SHAPE, erklärt, was ihn an dem Projekt begeistert: “Jedes der 16 SHAPE-Festivals wird das ganze Jahr über Events organisieren. Wir alle wollen neue Töne hören, neue Bilder sehen. Wir streben nach Improvisation. Wir suchen nach fruchtbaren Fehlern, um dann vielleicht noch mehr von dem Ergebnis überrascht zu werden.”

Die rumänische DJ Borusiade legt seit mehr als zehn Jahren Musik auf. Für die Künstlerin, die in Berlin lebt, geht es bei dem SHAPE-Projekt nicht nur darum ihre Arbeit zu zeigen. “Es ist offensichtlich, dass Frauen in der Club- und in der Elektromusikszene weniger präsent sind. Das ist ein Problem. Es ist ein Jungsclub und für Mädchen ist es sehr einschüchternd. SHAPE ist eine sehr interessante Plattform für junge Produzenten. Sie haben so die Möglichkeit auf verschiedenen Festivals aufzutreten und gebucht zu werden,” so Borusiade.

Im April stehen zwei SHAPE Events an: Das Cynetart Festival in Dresden und das Rokolectiv in Bukarest. Endriksons ist immer auf der Suche nach dem nächsten Trend: “Junge Menschen halten Beliebtheit für ein Zeichen von Qualität. Ich denke, es ist eher andersherum. Wenn etwas richtig groß und bekannt ist, dann hat es seine beste Zeit schon hinter sich. Wir versuchen also bei unserer Arbeit diese Phänomene bei ihrem Siedepunkt einzufangen, kurz bevor sie richtig hochkochen.”

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