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Deutsche Bundeskanzlerin Merkel bei Papst Franziskus im Vatikan

Papst Franziskus hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen.

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Papst Franziskus hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen.

Bei dem 45 Minuten langem Vier-Augen-Gespräch – nur ein Übersetzer ist dabei – ging es vor allem um die G7-Präsidentschaft Deutschlands und die Themen, die bei dem Gipfel der wichtigsten Industriestaaten im Juni in Bayern auf der Agenda stehen: Der Kampf gegen die Armut, Gleichberechtigung der Frau, Klimaschutz.

Ausserdem haben die Beiden auch über die Situation in der Ukraine gesprochen. Der Papst habe ihr Mut gemacht, dabei „entschieden und entschlossen“ vorzugehen, sagte die deutsche Kanzlerin.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche schenkte der protestantischen Kanzlerin eine Medaille mit dem Bildnis des Heiligen Martin. Diese Medaille verschenke er gern an Regierungschefs, so Franziskus, weil der ausgebreitete Mantel des Heiligen sie an die Schutzfunktion für ihre Völker erinnere.

“Wie nicht anders zu erwarten, war es ein sehr bereicherndes Gespräch”, sagte Merkel danach.

Nach dem Treffen mit dem Papst führte Merkel ein Gespräch mit dem Kardinalstaatssekretär, Pietro Parolin. Danach folgt ein Empfang im katholischen Kloster Sant’Egidio in Rom, zu dem die deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, geladen hat.

Es ist Merkels zweite Privataudienz bei Papst Franziskus seit dessen Amtsantritt. Zudem hatte die protestantische CDU-Politikern den Papst bei seiner Amtseinführung im März 2013 kurz getroffen.