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Gedenken an britischen Kriegseinsatz in Afghanistan - und 453 Tote

Großbritannien beteiligte sich an dem Krieg von Anfang an. Erst letzten Herbst, nach dreizehn Jahren, kamen die letzten Kampftruppen von dort zurück. In Afghanistan sind jetzt noch einige hundert Ausb

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Gedenken an britischen Kriegseinsatz in Afghanistan - und 453 Tote

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In London ist an den britischen Kriegseinsatz in Afghanistan erinnert worden.

Zu einem Gottesdienst in der Paulskathedrale kamen auch die Königin und ihr Mann.

Ihr Sohn Charles war ebenfalls anwesend, dazu die Enkel William und Harry: Letzterer war selber zweimal zu Einsätzen in Afghanistan.

Großbritannien beteiligte sich an dem Krieg unter Führung der USA von Anfang
an.

Erst letzten Herbst, nach dreizehn Jahren, kamen die letzten Kampftruppen von dort zurück.

In Afghanistan sind jetzt noch einige hundert Militärberater und -ausbilder.

Während des Einsatzes wurden 453 britische Soldaten und Soldatinnen getötet.

Rund die Hälfte von ihnen starb 2009 und 2010, den mit Abstand verlustreichsten Jahren. Letztes Jahr gab es noch sechs Opfer.

Auf dem Höhepunkt des Kriegseinsatzes waren in Afghanistan fast zehntausend
britische Soldaten stationiert.

Die Teilnahme am Afghanistankrieg war unter den Briten von Anfang an heftig umstritten.

In einer Umfrage letzten Herbst, zum Truppenabzug, waren 68 Prozent, also rund zwei Drittel von ihnen der Ansicht, der Einsatz sei die Opfer und den Aufwand nicht wert gewesen.

42 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, die Lage in Großbritannien sei durch den Afghanistankrieg unsicherer geworden.

Der gegenteiligen Meinung waren nur vierzehn Prozent.