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Latente Vorurteile: Grobe Polizeiaktion provoziert weitere Proteste in den USA

Hunderte Menschen haben in der Kleinstadt McKinney bei Dallas in den USA gegen Polizeigewalt demonstriert und der lokalen Ordnungshütern Rassismus

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Latente Vorurteile: Grobe Polizeiaktion provoziert weitere Proteste in den USA

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Hunderte Menschen haben in der Kleinstadt McKinney bei Dallas in den USA gegen Polizeigewalt demonstriert und der lokalen Ordnungshütern Rassismus vorgeworfen.

Die Demonstranten forderten die Entlassung eines Polizisten, der eine 15-Jährige Afroamerikanerin im Bikini gewaltsam zu Boden gedrückt und seine Waffe drohend auf ihre männliche Freunde gerichtet hatte.

Das Video des Einsatzes verbreitete sich in Windeseile im Internet. Ein Freund habe es aufgenommen, so eine junge Augenzeugin. Er sei weiß und habe den Polizisten ebenfalls protestierend angegangen. Doch der Polizist habe ihn ignoriert und sich nur auf die afroamerikanischen Jugendlichen konzentriert.

Die Polizei war wegen einer Ruhestörung in einem öffentlichen Freibad gerufen worden. Die Jugendlichen hätten die polizeilichen Anweisungen ignoriert, so die Polizei. Auch einige Augenzeugen sprachen von Provokationen seitens der Jugendlichen.

Kollegen versuchten, die Lage zu deeskalieren. Der kritisierte Polizist ist nun bis zum Abschluss einer Untersuchung beurlaubt.

Das Thema Polizeigewalt gegen Afroamerikaner sorgt in den USA seit Monaten für Schlagzeilen und Proteste. Einige Vorfälle mit tödlichem Ausgang erregten weltweite Aufmerksamkeit.