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Erster deutscher MERS-Toter

Erstmals ist in Deutschland ein Deutscher an den Folgen einer MERS-Erkrankung gestorben. Der Mann hatte sich im Februar in Abu Dhabi mit dem tödlichen Erreger infiziert

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Erster deutscher MERS-Toter

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Erstmals ist in Deutschland ein Deutscher an den Folgen einer MERS-Erkrankung gestorben. Der Mann erlag bereits in der Nacht zum 6. Juni in einem Krankenhaus im niedersächsischen Ostercappeln einer Folgeerkrankung, die auf das Coronavirus zurückzuführen ist.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt wertete es als großen Erfolg, dass eine Ansteckung anderer Personen verhindert werden konnte.

Der 65-jährige hatte sich im Februar bei einer Urlaubsreise in die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem tödlichen Erreger infiziert.

Er war der dritte MERS-Patient in Deutschland. In München war im März 2013 ein MERS-Patient aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gestorben. Ein anderer überlebte die Krankheit.

Südkorea erlebt gegenwärtig den größten MERS-Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel. Bislang sind dort 154 MERS-Fälle festgestellt worden, 19 Patienten verstarben.

“Die Grafik zeigt was beim südkoreanischen MERS-Ausbruch wirklich vor sich geht”

Auch aus Tschechien wird der erste MERS-Verdachtsfall gemeldet. Der Mann, der in eine Prager Krankenhaus eingeliefert wurde, hate sich zuvor in Südkorea aufgehalten. Ein MERS-Verdachtsfall in der Slowakei bestätigte sich hingegen definitiv nicht.

Das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) zählt wie viele Erkältungsviren und der Sars-Erreger zu den Coronaviren. Es wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen. Bislang sind keine Heilungsmöglichkeiten oder Impfstoffe bekannt.

Weiterführender Link

Robert Koch-Institut: MERS (Middle East Respiratory Syndrome)