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Guinea wählt einen neuen Präsidenten

Guinea wählt heute ein neues Staatsoberhaupt. Das Lager des bisherigen Präsidenten Alpha Condé zeigte sich zuversichtlich, die Wahl im ersten

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Guinea wählt heute ein neues Staatsoberhaupt. Das Lager des bisherigen Präsidenten Alpha Condé zeigte sich zuversichtlich, die Wahl im ersten Durchgang zu gewinnen.

Die Opposition kündigte im Vorfeld bereits an, eine Wiederwahl Condés nicht zu akzeptieren. Oppositionsführer Cellou Dalein Diallo hatte bei der Wahl vor fünf Jahren im ersten Wahlgang gelegen und dann in der Stichwahl gegen Condé verloren.

Sechs der sieben Herausforderer von Condé hatten im Vorfeld eine Verschiebung des Urnengangs gefordert. Sie warfen den Behörden Unregelmäßigkeiten bei der Registrierung der Wahlberechtigten und der Verteilung der Wählerkarten vor. Das Verfassungsgericht wies die Beschwerden am Freitag zurück.

Sechs Millionen Wähler sind an die Wahlurnen gerufen. Es ist die zweite demokratische Präsidentschaftswahl in Guinea.

In den vergangenen Tagen war es in der Hauptstadt Conakry zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der unterschiedlichen Lager gekommen. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Auch die Präsidentschaftswahl 2010 sowie die Parlamentswahl im Jahr 2013 waren von Gewaltausschreitungen begleitet worden.

Trotz des Reichtums an Bodenschätzen lebt mehr als die Hälfte aller Guineer unterhalb der Armutsgrenze. Die Ebola-Epidemie, die das Land besonders hart getroffen hatte, nahm zuletzt einen großen Teil des politischen Alltags ein.

Lange Schlangen bildeten sich am Morgen vor den Wahllokalen.