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Parlamentswahlen in Spanien haben begonnen - Ausgang komplett offen

In Spanien haben die mit Spannung erwarteten Parlamentswahlen begonnen. Zur Stimmabgabe aufgerufen sind bis 20 Uhr MEZ 36,5 Millionen

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Parlamentswahlen in Spanien haben begonnen - Ausgang komplett offen

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In Spanien haben die mit Spannung erwarteten Parlamentswahlen begonnen. Zur Stimmabgabe aufgerufen sind bis 20 Uhr MEZ 36,5 Millionen Wahlberechtigte. Der Ausgang gilt als völlig ungewiss. Erste Ergebnisse werden in der Nacht erwartet.

Die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy dürfte Umfragen zufolge kräftige Verluste erleiden, aber dennoch stärkste Kraft im Parlament bleiben.

Insgesamt können diesmal vier Parteien auf zweistellige Ergebnisse hoffen. Dies sind neben der “PP” die Sozialisten (“PSOE”), die neue Linkspartei Podemos (“Wir können”) und die liberalen Ciudadanos (“Bürger”). Meinungsforschern zufolge dürfte keine Partei genügend
Sitze gewinnen, um allein regieren zu können.

Alle vier Spitzenkandidaten ließen im Wahlkampf offen, mit wem sie sich eine Koalition vorstellen könnten.

Der seit 2011 amtierende Rajoy appellierte an die Bürger, nur ein Sieg der Konservativen garantiere Spaniens Stabilität. Die Alternative sei eine Regierungskoalition “von acht oder neun Parteien”, die das Land in den Ruin treiben werde.

Rajoy rangiert nach Umfragen in der Beliebtheitsskala hinter den Spitzenkandidaten der anderen Parteien. Viele Spanier nehmen ihm die drastischen Einsparungen zu Beginn seiner Amtszeit und auch die Serie von Korruptionsskandalen in der PP übel.

Nach den jüngsten Terroranschlägen wird die Abstimmung durch ein Großaufgebot von 92.0000 Sicherheitskräften geschützt. Landesweit gilt seit dem Sommer die zweithöchste Terrorwarnstufe.

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