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Spanien: Die Wahl des Wandels

Diese Parlamentswahl wird Spanien verändern: Letzten Befragungen zufolge dürften viele Menschen ihr Kreuz heute nicht bei den etablierten Parteien –

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Spanien: Die Wahl des Wandels

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Diese Parlamentswahl wird Spanien verändern: Letzten Befragungen zufolge dürften viele Menschen ihr Kreuz heute nicht bei den etablierten Parteien – also der Volkspartei oder den Sozialisten – sondern bei einer der beiden Neuanwärter machen. Die Wahllokale sind zwischen 9 und 20 Uhr Ortszeit geöffnet.

Ciudadanos und Podemos versprechen eine neue Politik und haben bei Themen wie dem Arbeitnehmerschutz, dem Kampf gegen Korruption und der Frage einer Verfassungsreform viele Sympathien eingesammelt.

Ministerpräsident Mariano Rajoy: “Ich hoffe, dass jeder nach freiem Willen entscheidet, gut informiert ist und letztlich das wählt, was er am besten für das Land hält. Wie ich höre, gehen viele Menschen zu den Urnen, und das ist beruhigend. Auch gibt es bislang keine nennenswerten Zwischenfälle.”

Seine Volkspartei (PP) nimmt für sich in Anspruch, das Land mit ihrem harten Sparkurs auf den Weg der Besserung gebracht zu haben – wird voraussichtlich aber ihre absolute Mehrheit verlieren und bräuchte dann einen Partner. Als Kandidat gilt die zum ersten Mal angetretene liberale Partei Ciudadanos, die bei Umfragen fast ein Fünftel der Stimmen bekam.

“Es wird eine lange Wahlnacht. Es wird knapp werden und wir werden jede einzelne Stimme zählen müssen, Sitz für Sitz. Denn wird sind jetzt in einer Situation, in der nicht zwei sondern vier Parteien um das Parlament und den Wahlsieg kämpfen”, so Spitzenkandidat Albert Rivera.

Die Sozialisten, traditionell eine der beiden Hauptkräfte, müssen deshalb um ihren zweiten Platz bangen. Spitzenkandidat Pedro Sanchez: “Es ist ein historischer Tag. Die Spanier wissen, dass die Zukunft nicht vorherbestimmt ist, wir gestalten sie selbst. Deshalb wünschen ich eine guten Wahltag und rufe alle dazu auf, wählen zu gehen.”

Auch bei den traditionell linken Positionen haben die Sozialisten ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Viele Wähler wünschen sich dort den Aufbruch, den die ebenfalls zum ersten Mal angetretene Partei Podemos verspricht. Sie kam in Umfragen auf über 15 Prozent.

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