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Rohani-Besuch in Paris: Airbus und Peugeot wittern Geschäfte

Nach seiner Visite in Italien ist der iranische Präsident Hassan Rohani zu politischen und wirtschaftlichen Gesprächen nach Paris weitergereist. Zum

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Rohani-Besuch in Paris: Airbus und Peugeot wittern Geschäfte

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Nach seiner Visite in Italien ist der iranische Präsident Hassan Rohani zu politischen und wirtschaftlichen Gesprächen nach Paris weitergereist. Zum Auftakt traf er Außenminister Laurent Fabius, Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und eine Delegation französischer Unternehmer. Von Ruhanis Besuch erhofft sich die französische Regierung perspektivisch eine völlige Normalisierung der bilateralen Beziehungen.

Meinung

Keine leichte Aufgabe

Heute wird am Rande von Wirtschaftsgesprächen mit Staatspräsident François Hollande die Unterzeichnung mehrerer Abkommen erwartet, etwa über die Rückkehr des französischen Autoherstellers PSA Peugeot Citroën in den Iran. Nach unbestätigten Berichten will der Konzern dort in Zusammenarbeit mit dem iranischen Hersteller Iran Khodro jährlich 200 000 Fahrzeuge bauen.

Auch über den Kauf von Maschinen des europäischen Airbus-Konzerns für die rückständige Flugzeugflotte Irans wird spekuliert. Irans Zivile Luftfahrt nutzt für Auslandsverbindungen vorwiegend über 40 Jahre alte Flugzeuge des US-Herstellers Boeing, die als nicht mehr sicher gelten.

In Paris demonstrierten Anhänger des Nationalen Widerstandsrates Iran unter anderem mit Diktator-Rufen und Aufforderungen zum Umsturz gegen den Besuch Ruhanis. Zudem prangerten sie Exekutionen und die Lage poeolitischer Gefangener im Iran an.

euronews-Korrespondentin Maria Sarsalari kommentierte in Paris:

_“Die Überwindung der jahrzehntelangen Phase der Isolation ist für Iran keine leichte Aufgabe. Hassan Rohani hat sein Versprechen gegenüber dem iranischen Volk erfüllt. Für den Beginn einer neuen Ära ist er aber auf die Unterstützung von Millionen im Ausland lebender und hochqualifizierter Iraner angewiesen, etwa beim Transfer von Technologie und Investitionen im Land. Das hat Hassan Rohani während seiner Rede heute abend auch deutlich gemacht.”
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