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Trauer nach Busunglück in Katalonien: "Wir sind mit unserer Tochter gestorben"

Italien trauert um sieben bei dem Busunglück in Katalonien getötete Austausch-Studentinnen. Unter den insgesamt dreizehn Todesopfern sind nach

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Trauer nach Busunglück in Katalonien: "Wir sind mit unserer Tochter gestorben"

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Italien trauert um sieben bei dem Busunglück in Katalonien getötete Austausch-Studentinnen. Unter den insgesamt dreizehn Todesopfern sind nach Angaben der katalonischen Regionalregierung auch zwei deutsche, eine österreichische und eine französische Studentin.

Meinung

Dieser Anblick ist für die Eltern so etwas wie ein zweiter Tod

In Tortosa nahe des Unfallorts bei Tarragona versammelten sich Angehörige der Opfer. Der Vater einer getöteten Italienerin sagte:

“Die Leichen sind entsetzlich zugerichtet. Dieser Anblick ist für die Eltern so etwas wie ein zweiter Tod. Wir hatten nur diese eine Tochter. Für uns hat das Leben keine Bedeutung mehr.”

Die Mutter ergänzte unter Tränen:

“Wir sind mit unserer Tochter gestorben. Jetzt macht das Leben keinen Sinn mehr.”

In Tortosa sprach der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Auch Papst Franziskus versicherte den Opfern und ihren Angehörigen sein Mitgefühl. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte den Tod der beiden Deutschen zunächst nicht.

Der Bus war am frühen Sonntagmorgen auf der Rückfahrt von einem Volksfest in Valencia nach Barcelona bei Freginals auf einer Autobahn verunglückt. Er geriet auf die Gegenfahrbahn, prallte mit einem anderen Fahrzeug zusammen und stürzte um. Die Behörden gehen von menschlichem Versagen aus und ermitteln gegen den Busfahrer wegen fahrlässiger Tötung in 13 Fällen.

24 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt, unter ihnen sind zwei weitere Deutsche. Die meisten Passagiere studierten an der Universität von Barcelona.