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Erste offizielle Reaktionen auf wahrscheinlichen EgyptAir-Absturz

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Erste offizielle Reaktionen auf wahrscheinlichen EgyptAir-Absturz

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Frankreich und Ägypten haben sich nach dem wahrscheinlichen Absturz des ägyptischen Airbus gegenseitig das Beileid ausgesprochen. Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte: “Natürlich wissen wir um die Angst in den Familien der Passagiere, unter denen auch 15 Franzosen waren. Das Wichtigste ist es, die Familien zu informieren. Der Krisenstab des Außenministeriums hat seine Arbeit sofort aufgenommen. Eine Notfallnummer ist eingerichtet, Familien rufen bereits an, sie werden auch in einem Hotel in Roissy empfangen. Und auch in der französischen Botschaft in Kairo ist ein Krisenstab eingerichtet worden.”


Frankreichs Regierungschef Manuel Valls sagte in einem Radiointerview: “Frankreich ist bereit, sich an der Suche zu beteiligen, wenn die ägyptischen Behörden darum bitten. Im Moment kann keine Hypothese zu den Ursachen des Verschwindens ausgeschlossen werden.”

Sherif Ismail, Ägyptens Premierminister, stellte sich am Flughafen in Kairo den Fragen der Reporter. Er sagte: “Im Moment können wir nur sagen, dass der Kontakt mit dem Flugzeug in einem bestimmten Gebiet abbrach, und die Suche findet dort statt. Das Militär hat Flugzeuge und Schiffe entsandt, sie werden in kürze dort eintreffen. Wir arbeiten mit den griechischen Behörden zusammen, griechische Flugzeuge suchen derzeit das Gebiet ab.”


Die Fluglinie EgyptAir hat die Nationalitäten der gelisteten 56 Passagiere des vermissten Flugs MS804 bekanntgegeben. Deutsche, Schweizer oder Österreicher standen nicht auf der via Twitter veröffentlichten Liste. 30 Menschen und damit der Großteil kamen aus Ägypten, 15 sind Franzosen, außerdem 2 Iraker. Laut EgyptAir waren zudem ein Brite, ein Belgier und ein Portugiese an Bord gelistet. Hinzu kommt jeweils ein Passagier aus Kanada, Kuwait, Saudi-Arabien, dem Sudan, dem Tschad und Algerien.

Die Airbus-A320-Familie

Der A320 ist seit Jahren ein Verkaufsschlager des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. In Toulouse liegen zahlreiche Aufträge für den Mittelstreckenflieger vor. Seit Produktionsbeginn sind rund 12.500 Exemplare der unterschiedlich großen Serien A318, A319, A320 und A321 geordert worden. Alle Typen haben einen Mittelgang im Flugzeugrumpf. Nach Angaben des Flugzeugbauers sind bisher mehr als 7000 Maschinen davon ausgeliefert, aktuell sind gut 6700 im weltweiten Flugbetrieb. Wegen des Erfolgs der Serie plant Airbus eine deutliche Produktionssteigerung und eine neue Endmontage-Linie in Hamburg. (Mit dpa)

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