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"Hunger"-Proteste gegen die Krise in Venezuela

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"Hunger"-Proteste gegen die Krise in Venezuela

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In Venezuelas Hauptstadt Caracas ist es bei Demonstrationen wegen einer anhaltenden Nahrungsmittelknappheit zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die bürgerliche Opposition macht die chavistische Wirtschaftspolitik und Korruption für die Krise des Landes verantwortlich. Sie will den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro per Volksentscheid absetzen.

Maduros Regierung stellte Besserungen bei der Versorgungssituation in Aussicht und sprach von einer der bislang schwierigsten Wochen. Sie verweist auf den gefallenen Ölpreis. Maduro wirft den USA und mehreren südamerikanischen Ländern vor, in Venezuela einen Putsch anzustreben.

Venezuela ist eines der ölreichsten Länder der Welt. Trotzdem prägen seit Monaten lange Schlangen an Geschäften und eine galoppierende Inflation den Alltag der Menschen, neben einer der ohnehin weltweit höchsten Raten an Gewaltverbrechen. Auch bei den jüngsten Protesten kam es wieder zu Plünderungen und Raubüberfällen – es ist die Rede von “Hunger”-Protesten.

Das oppositionelle Parteienbündnis, das seit den Wahlen im vergangenen Dezember das Parlament dominiert, kann gegen die präsidialen Befugnisse Maduros wenig ausrichten, der per Dekret regiert.

Die Regierung will ein Referendum zur Absetzung Maduros zumindest hinauszögern. Laut Verfassung müsste ein Volksentscheid bis spätestens Januar 2017 stattfinden. Kommt es nicht dazu, kann Maduros Lager faktisch bis Ende 2019 weiterregieren.

Wie es in Supermärkten in Venezuela aussieht, können Sie sich im folgenden Video anschauen.

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