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Für die Forschung: Höhenflug im Bewegungssimulator

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Für die Forschung: Höhenflug im Bewegungssimulator

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Im “Cyberneum” am Tübinger Max Planck Institut für biologische Kybernetik käme so manch ein “Virtual Reality”-Fan auf seine Kosten. Im Forschungslabor werden Testpersonen in virtuelle Welten versetzt, um zu erforschen, wie ihr Gehirn die Eindrücke verarbeitet. Der Bewegungssimulator nach dem Prinzip des Seilroboters machte es möglich, sehr komplexe Bewegungsabläufe realistisch nachzuahmen. Acht im Raum verspannte und an Seilwinden befestigte Stahlseile steuern die von einem Computerprogramm vorgegebenen Bewegungen der Simulatorkabine.

Der Roboter wurde in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart entworfen und umgesetzt.

Philipp Miermeister, Forschungsingenieur, Arbeitsgruppe für Seilrobotik: “Hier sehen wir die Steuerung für den Simulator. Da haben wir selber ein User-Interface gebaut, womit wir quasi das gesamte System steuern und einstellen können. Wir haben hier ein Kohelfasergestenge, insgesamt wiegt das ganze System nur 80 Kilo. Wir haben hier Luft-und Raumfahrt Technologie verwendet einfach um die leichtestes Kabine herzustellen, die wir mit marktüblichen Komponenten designen können.”

Ingsamt wirken 1.5 Tonnen Zug auf den Seilen. Die ganze Kabine kann bis auf 5 G beschleunigt werden. Die Testperson trägt eine Datenbrille für virtuelle Realität (VR), die sie je nach Experiment in das passende Szenario versetzt.

Maria Lächele, Softwareentwicklerin und Testfahrerin: “Es fühlt sich wirklich sehr realistisch an. Der große Arbeitsraum bringt natürlich vieles an Vorteilen. Dass man viele der Bewegungen, die das Auto macht, nicht weglassen muss, sondern tatsächlich auch zeigen kann, sodass es sich möglichst realistisch anfühlt.”

Der Helikopter-Flug über schneebedeckte Berge oder die rasante Fahrt im Rennwagen im Dienst der Grundlagenforschung. Eine spätere Nutzung des Seilroboters in der Unterhaltungsindustrie wäre durchaus denkbar.

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