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Drei Tote bei Waldbrand auf Madeira

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Drei Tote bei Waldbrand auf Madeira

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Ein verheerender Waldbrand hat auf der zu Portugal gehörenden Atlantik-Insel Madeira die Hauptstadt Funchal eingekesselt. Mindestens drei Menschen seien ums Leben gekommen, teilte die Regionalregierung mit. Außerdem seien rund 300 Menschen wegen verschiedener Verletzungen und Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht worden, ein Mensch werde vermisst. Bei den Todesopfern handele es sich um Bewohner von zwei in einem Außenbezirk von Funchal niedergebrannten Häusern, hieß es. 

Seit Beginn der Brände am Montag mussten nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Der portugiesische Ministerpräsident António Costa und Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa flogen nach Madeira, um sich vor Ort ein Bild der komplizierten Lage zu machen. Dutzende Häuser, Fabrikanlagen, ein Einkaufszentrum und auch das auf einem Hügel in einem Vorort Funchals gelegene traditionsreiche Hotel Choupana Hills seien vom Feuer zerstört worden, berichteten Medien. Die Höhe des Sachschadens können noch nicht geschätzt werden, sagten Sprecher der Regionalregierung. Zwei Hundertschaften der Feuerwehr bekämpften die Flammen. Mehr als 100 Einsatzkräfte aus der portugiesischen Hauptstadt Lissabon unterstützten die örtlichen Teams. Starke Winde, extreme Trockenheit und für Madeira sehr ungewöhnliche Temperaturen von 37 Grad Celsius erschwerten die Löscharbeiten. Ein 23 Jähriger wird verdächtigt, das Feuer absichtlich gelegt zu haben. Der vorbestrafte Mann sei in Untersuchungshaft gekommen. 

Der in Funchal geborene und aufgewachsene Fußball-Weltstar Cristiano Ronaldo will seiner Heimatinsel finanzielle Hilfe zur Beseitigung der vom Feuer verursachten Sachschäden zukommen lassen. Wie der TV-Sender “SIC Noticias” berichtete, telefonierte der Stürmer von Real Madrid mit dem regionalen Regierungschef Miguel Albuquerque. Die Höhe der angebotenen Hilfe wurde zunächst nicht bekannt.

Auch auf dem portugiesischen Festland loderten Dutzende Waldbrände. Nach Angaben des Zivilschutzes war vor allem der Norden des Landes betroffen. Insgesamt waren im ganzen Land nach Medienberichten mehr als 5000 Feuerwehrleute im Einsatz.

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