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Trotz Kritik: Football-Star Colin Kaepernick kniet weiter gegen Rassismus

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Trotz Kritik: Football-Star Colin Kaepernick kniet weiter gegen Rassismus

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Die Footballsaison in den USA hat gerade erst begonnen. Schon sorgt der Ersatz-Quarterback der San Francisco 49ers für Furore. Wenn die Nationalhymne der USA vor dem Spiel ertönt, will Colin Kaepernick nicht aufzustehen. Als Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt. Kritiker meinen, das habe beim Football nichts zu suchen. Kaepernick solle seine Position als Ersatz-Quarterback wörtlich nehmen.

“Das ist das Lächerlichste, das ich je gehört habe. Sie sagen mir, du bist nur der Ersatz-Quarterback, also halte dich im Hintergrund. Den Mund zu halten ist laut ihnen wichtiger als das Leben vieler Menschen. Solche Kritiker sollten sich mal mit den Familien der getöteten Menschen unterhalten und schauen, ob sie dann immer noch so denken. Ich wette, das haben sie noch nie getan. Sie haben solch eine Unterdrückung noch nie erlebt”, so Kaepernick zu seine Kritikern.

Der Footballer sagt, er könne nicht stolz sein auf sein Land, solange in ihm Schwarze und Farbige um ihr Leben fürchten müssen. Ähnlichen Protest gab es schon 1968 bei Olympia. Mit nach oben gestreckten, schwarzen Fäusten demonstrierten die Läufer Tommie Smith und Juan Carlos gegen die Unterdrückung von Schwarzen.

Juan Carlos hat für die Aufregung um Colin Kaepernicks Niederknien kein Verständnis: “Wir haben 68 keine Bomben geworfen und Colin wirft keine Bomben in 2016. Diejenigen, die ihre Stimme erheben oder sich umarmen, werfen auch keine Bomben. Aber sie sagen: “Hey Mann, da ist was kaputt und es ist Zeit, das zu ändern. Nicht morgen, nicht nächstes Jahr, sondern heute und dann kann es wachsen.”

Donald Trump hat Kaepernick vorgeschlagen, doch einfach das Land zu verlassen, wenn es ihm nicht gefalle. Barack Obama hält Kaepernicks Aktion für richtig und wichtig. Genau wie viele Fans: Sein Trikot wurde in den letzten Tagen tausendfach gekauft.

Außerdem haben sich andere Sportler dem Protest angeschlossen.

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